Review

'''Einleitung:'''
Wer dank des Trailers an ein Actionfeuerwerk glaubt, wird enttäuscht sein. Zumindest vorerst. Denn der Regisseur lässt sich erstmal Zeit mit "Geschichte" erzählen. Genau da liegt auch schon der erste negative Punkt. Nicht immer muss ein geiler Cast einen geilen Film zeigen. Expendables ist da beispielsweise ein gelungenes Paradebeispiel. Ich kann aber jeden Leser beruhigen. SOO schlimm ist Killer Elite bei weitem nicht. Killer Elite basiert auf dem 1991 erschienenen Roman '''The Feather Men''' von Sir Ranulph Fiennes, in dem ein Ausnahme-Abenteurer seine Erfahrungen als  Forscher und ehemaliger Soldat des britischen Special Agent Service schildert.

'''Acting:'''
Ist Jason Statham sonst nur in gewohnt lackierten Rollen zu sehen, darf er hier ein gestandenes Mannsbild darstellen. Und das sogar recht solide.
Clive Owen toppt dies sogar und brilliert als desillusionierter Ex-Agent, der eigentlich längst erkannte, für eine falsche Sache zu stehen, aber trotzdem nicht aufhören kann, seine Lebensphilosophie in Frage zu stellen. Clive Owen wäre ein besserer Bond als Daniel Craig selbst. Das ist hiermit bewiesen!
Das Sorgenkind ist diesmal WIEDER Robert De Niro, der in letzter Zeit sich lieber avantgardistisch trashig zeigt. Nicht nur in Machete. Er nudelt seine Figur aalglatt, vorprogrammiert und mit null Elan runter.

'''Fazit:'''
Würde die Geschichte nicht auf einer wahren Begebenheit beruhen, hätte ich vermutlich dem Drehbuchautor Charlotte Roche's Feuchtgebiete vorgelesen und Dr. Quinn in Dauerschleife gezeigt. Der Regie-Newcomer, der für seinen Kurzfilm "Everything in the Country must" eine Oscarnominierung erhielt, versucht, die bis heute nicht endgültig aufgeklärten politischen Verstrickungen so stimmig in sein atmosphärisch dichtes Werk einzufügen, dass der Zuschauer nicht mal auf die Idee kommt, die massiv absurden und skurrilen Spionagearien zu hinterfragen. Ausgebremst wird das ganze durch handlungsirrelevante Personen und die wirklich langgezogenen Dialoge.
Das Actiongenre lässt sich in 2 Gruppen aufteilen:

''Phantastisch:''
1. Der Held ist so Super das ihm nicht mal Lex Luthor was antun kann. Dasselbe gilt auch für den Bösewicht. FAST.'''

''Authentisch:''
2. Der Held soll Realismus pur darstellen und eben dieser ist ein gestandenes Mannsbild mit immensen Problemen.
Genau daran liegt das Problem an Killer Elite. Er ist ein sog. "Best of Both Worlds".

Aus handwerklicher Sicht ist er phantastisch, aber inhaltlich eben realistisch, weil er auf einen Tatsachenbestseller basiert.

''Schlussplädoyer:''
Anfangs wirr und zu häufig wechselnd in beiden Welten aus harter Action und Unzulänglichkeiten, macht das letzte Drittel viel her und man bekommt eben das, was ein Jason Statham auch einem zeigen soll.
1 Extrapunkt für Yvonne Strahovski.

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