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Wheels on Meals (zu deutsch Der Powerman) ist ein weiterer Streifen mit dem Action-Trio Jackie Chan, Yuen Biao und Sammo Hung aus den frühen 80’ ern. Zur Abwechslung liegt der Ort der Handlung einmal nicht in Hongkong, sondern im fernen Spanien:

Dort führen Jackie und Yuen Biao einen Imbisswagen, ihr Kumpel Sammo verdient sich sein Geld als Privatdetektiv. Dieser erhält den Auftrag ein verschollenes Mädchen zu finden, welche von einer Gruppe Ganoven verfolgt wird. Auch Jackie und Yuen kommen zufällig mit Sylvia zusammen und verlieben sich prompt. Um Sylvia zu helfen, halten die drei Freunde natürlich zusammen.

Nach Project A stellt dieser Film die zweite gemeinsame Produktion von Chan, Biao und Hung dar. Das Trio war in den 80’ern ein Garant für volle Kinos in HK, weshalb es auch eine ganze Reihe von Filmen mit den privat eng befreundeten Darstellern gibt. Mal übernahm Jackie Chan nur einen kleineren Part wie z.B. in den Lucky Stars Filmen, in anderen wie diesen hier ist er voll mit von der Partie. Sammo Hung, der ja immer mal wieder als Choreograph, Schauspieler und Regisseur in Erscheinung tritt, war auch an diesem Film vor und hinter der Kamera im Einsatz. Das Ergebnis ist recht ordentlich, wenn auch kein Überflieger. Der Locationwechsel tut gut und mal eine angenehme Abwechslung zu den Schauplätzen in Hongkong. Davon profitieren besonders die Actionszenen im Freien. Die Verfolgungsjagd zwischen den Verbrechern und Jackies hochgetunten Imbissmobil ist wirklich klasse und eine der sehenswertesten Szenen im Film.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist hingegen der 80’er Jahre Look, besonders die Klamotten der drei Jungs sehen aus heutiger Sicht nur noch albern aus. Yuen Biao mit dicker Hornbrille und Seitenscheitel sieht aus wie ein Volltrottel, was der Gute wirklich nicht verdient hat. Im Gegensatz zu vielen anderen frühen Jackie Chan Filmen passen hier die zahlreichen Slapstickeinlagen ganz gut. Nicht wirklich lustig, aber immerhin unterhaltsam überbrücken sie ganz gut die Zeit zwischen den Actionszenen. Die Handlung trägt nicht wirklich positiv zum Gesamtergebnis bei, sondern dient einmal mehr nur als Lückenfüller. Immerhin bietet sich neben den Blödelein auch etwas Platz für einige Gastauftritte der Lucky Stars Truppe die, wie sollte es auch anderes sein, mal wieder Vollidioten spielen.

Besonders zu Beginn zieht sich Wheels on Meals sehr in die Länge und bietet wenig Abwechslung. Die ersten Keilerein lassen lange auf sich warten und sind bis zum Showdown nicht gerade üppig. Die Inszenierung ist zwar gut und abwechslungsreich, aber erst im Finale geht so richtig die Post ab. Besonders der Fight zwischen Benny Urquidez und Jackie Chan ist aller erste Sahne und gehört zum Besten was ich bisher kampftechnisch von Jackie gesehen habe. Der Fight ist ziemlich schnell und realistisch gehalten, ohne überflüssiges Geplänkel - kein Wunder denn mit Benny Urquidez steht Jackie ein früherer Kickboxer gegenüber. Sammo Hung und Yuen Biao haben mit ihren Kontrahenten nicht ganz so viel Glück, denn wirklich nennenswerte Actionszenen können beide nicht verbuchen.

Fazit:
Insgesamt ein solider, aber nicht herausragender Jackie Chan Film der besser funktioniert als einige andere aus dieser Zeit. Fans werden sowohl bei der Action als auch dem übrigen „Füllmaterial“ gut unterhalten, wenn auch die Highlights nicht wirklich zahlreich sind.

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