Review

Eine Jungfrau in Nöten? Das können Thomas und David nicht zulassen. Die Imbissbuden-Betreiber verlieren daher keine Zeit, um der schönen Millionenerbin Silvia aus der Patsche zu helfen. Ihr schnöder Onkel will sie um ihr Geld betrügen. Gemeinsam mit dem Detektiv Moby machen sich die beiden daran, dem Bösewicht das Handwerk zu legen.

Auch wenn alle Welt Wheels on Meals, oder zu schlechtdeutsch Powerman, fröhlich abfeiert, ich hab mich mit diesem noch reltiv frühen Jackie Chan Werk gehörig schwergetan. Das liegt hauptsächlich in der ersten Stunde des Films begründet, denn seien wir mal ehrlich viel passieren tut da nicht wirklich. Das die Story reichlicher Tinnef ist, ist dabei gar nicht so schlimm, denn die meisten Chan Klamotten funktionieren nach demselben Schema, nur mit dem Unterschied eben das sie funktionieren.
Was Powerman da allerdings zu Anfang bietet ist dafür nichts weiter als Klamauk und Clownerei der übelsten Hong Kong Schule des ungepflegten Holzhammer Humors mit Studienfach "Späße über die einst Großvater lachte". Wirklich treffende Pointen sind sehr dünn gesät, aber das eigentlich Schlimme, das die Action gerade zu sträflich vernachlässigt wird. Es gibt ein flottes Training vor der Arbeit und ein paar halbdeidene Ohrschellen für eine freche Rockergang, aber sonst nix. Also wenn ich schon dermaßen geballte Kampfkunst Kernkompetenz einer Troika, Jackie Chan, Sammo Hung und Yuen Biao am Set habe, dann lasse ich doch wenigstens ein wenig Kung Fu und Akrobatik sprechen.
Die letzte halbe Stunde entschädigt dann zwar für vieles und sobald sich alle Beteiligten ihm Hause des bösen Erbschleichers versammelt haben rappelts auch gut gemacht im Karton, aber die Wartezeit bis zum eigentlich Filmstart ist entschieden zu lang geraten. Zumindest kann man versöhnlich aus dem Film wieder rauskommen, da besonders Chans ausführlicher Zweikampf an tollen Moves nichts zu wünschen übrig läßt.
Großes Schauspielkino darf natürlich auch niemand erwarten, die Charaktere machen sich in der Tradition von Honk Kong Komödien, auch wenn sie wie hier in Spanien spielen, zum Affen und overacten als wäre der Teufel hinter ihrer Seele her. Nur diese komische Kleptomaninnen Tussi spielt als hätte sie nen Stock im Hintern, aber ihre Figur hat auch wenig interessantes zum Film beizutragen.
Wheels on Melas ist meiner Meinung nach bestenfalls ein durchschnittlicher Actionklopper, da das Drehbuch zu wenig die natürlichen Stärken der Darsteller berücksichtigt. Zu unausgewogen ist die Balance zwischen Slapstickkino und Martial Arts Künsten. Mir wars ein wenig zu dümmlich, die meiste Zeit.
4,5/10

Details
Ähnliche Filme