"Wozu braucht man Feinde? Es gibt doch Kollegen!" - Dieser Spruch passt perfekt auf die beiden arroganten Verkäufer Rodney und Mike, die jeden Tag im Büro die Mitarbeiter mit blöden Sprüchen und fiesen Scherzen schikanieren. Doch als eines ihrer Opfer zum Chef aufsteigt, wendet sich das Blatt drastisch für die beiden Kollegenschweine.
In Demoted wird der ganz alltägliche Büro-Wahnsinn satirisch überspitzt wiedergespiegelt. Dazu nehme man zwei chauvinistische Großmäuler, die zwar irgendwie liebenswert sind (Mike wohnt noch bei seinen Eltern im Keller, Rodney hat Bammel vor seinem zukünftigen Schwiegervater, was sich amüsant in einer Toilettenszene verdeutlicht), aber kein Mensch auf der Welt als Arbeitskollegen haben möchte.
Als ihr wohlmeinender Boss nach einem gemeinsamen Saufabend in einer Stripbar stirbt, wendet sich das Blatt entscheidend. Lieblingsopfer Ken "nennt mich nicht Kenny" Castro wird als Dienstältester jetzt der Chef, hat Rache im Sinn und degradiert die beiden Kinsköppe zu Sekretärinnen. Als Ken sich jedoch zum despotischen Diktator mausert, arbeiten aber die beiden verfeindeten Fraktion zusammen und erneut werden die Karten neu gemischt.
Von so einer Bürofarce sollte man natürlich keine Gesellschaftskritik erwarten. Ein paar pubertäre Mittdreißiger machen Faxen auf der Arbeit und verarschen alles und jeden. Den Zuschauer erwartet jedenfalls eine Portion Schadenfreude. Der Humor kommt selten aus dem infantilem Humor heraus, macht aber doch irgendwie Spaß. Spätestens wenn man als Zuschauer selbst in einem Büro arbeitet, kommt einem doch vieles bekannt vor. Ein wirkliches Spaß-Feuerwerk ist Demoted dann aber doch nicht, aber immerhin für einige Schmunzler durchaus gut.
6/10