Bewertet wird hier die uncut Version und nicht die deutsche Veröffentlichung mit schlappen 14 Minuten Cut-Anteil! Die Story des Killers Kit (Juno Mak) erweißt sich als Beispiel eines aktuellen CAT III Streifens mit viel Blut- und relativ wenig Erotik-Anteil. Also eher die klassische CAT III Schiene, nicht wie in den letzten Jahren die eher in Pussy III verlaufene Gewichtung. Es geht um die Rache für die Vergewaltigung einer Freundin und das reicht schon zur Story. In langsamen, fast bedächtigen Bildern und mit vielen nicht immer passenden Zeitlupen bereitet REVENGE eine Schlachtplatte vor die auch vor gröbstem Blutmatsch nicht zurückschreckt.
Stets im typisch asiatischen Stil der gelungenen Kombination von ästhetischen Bildern expliziter Gewalt und hier und da auftretenden Overacting präsentiert uns REVENGE eine teilweise langatmige Reise durch das Universum des o.g. Killers und seiner Zuneigung zu einer offensichtlich geistesbehinderten Frau namens Wing. Diese wird gespielt von der Japanerin Sola Aoi die aufgrund ihrer Talente schon in vielen Filmen wie u.a. BIG TITS ZOMBIES gespielt hat.
Der Nacktfleisch Anteil im Film ist – um Interessenten dieses Schwerpunkts leider zu enttäuschen – sehr gering und nur beiläufig eingebaut. Um weitere klassische Gore-Tabus zu brechen werden reihenweise Babys aus dem Leib lebender Mütter geschnitten und oft nehmen die Tötungsszenen in ihrer Direktheit fast surreale Züge an. Allerdings ist Revenge weit von einer Splatterorgie entfernt und setzt diese Szenen nur sehr vereinzelt und überraschendeweise auch nicht selbstzweckhaft ein.
Das könnte jedoch das Problem des Films sein; zum einen nicht die Gorehounds zu befriedigen und zum anderen den Drama-Fans ein zu sperrig-blutiges Werk zu präsentieren. Die Synchronisation ist – wie oft bei asiatischen Filmen – nicht immer gelungen und nicht alle Schauspieler empfehlen sich für Größeres durch ihre Performance obwohl es alte Hasen im Geschäft des asiatischen Films sind. Newcomer Juno Mak in der Hauptrolle liefert eine sehr beachtenswerte und intenisve Performance des impulsiven Kit an der nichts zu kritisieren ist. Anfangs ist REVENGE in sehr blasse Farben getaucht um im sehenswerten Schlussteil dann fast vollständig in einem sehr hellen Schwarz-Weiß zu enden. Der Film lebt von seinen anspruchsvollen Zeitsprüngen und Brüchen in der Handlung und fordert den Zuschauer immer wieder auf neu zu kombinieren.
6,5/10 Geflügelbällchen....äh,....Punkten