Nachdem Van Dammes beste Zeit ja schon lange vor diesem Streifen vorbei war, war ich doch durch die Lobeshymnen eines Freundes auf diesen mir bisher unbekannten Film des belgischen Muskeldarstellers aufmerksam geworden.
Letztendlich hatte ich dann auch noch die Chance ihn anzuschauen und tat dies natürlich.
Die Handlung ist relativ simpel, für Van-Damme-Verhältnisse allerdings recht ordentlich.
Als Boxer Alain, der einen Kampf bewusst verschieben soll, dies natürlich nicht tut, daraufhin seine Liebe und seinen Freund verliert, verschlägt es den alten Haudrauf schließlich zur Fremdenlegion. Dort trifft er auf einen Sergeanten, der natürlich alles andere als nett ist und ihn und seine Freunde permanent schikaniert. Dazwischen folgen immer wieder Attacken durch die Berber und auch noch der Verrat eines vermeintlichen Freundes, sowie das Mordkommando des damals bei Boxkampf hereingelegten Gangsters.
Jeder halbwegs routinierte Filmfan wird jetzt schon schreien "Tausendmal gesehen - Tausendmal ist nix passiert...!"
Ich kann es leider nicht ganz leugnen, so ging es mir die meiste Zeit der Spieldauer leider auch.
Angefangen bei der ziemlich langen Einführungsphase in Paris (?) bis es endlich zur Legion geht wirkt das Ganze doch recht langatmig und vor allem für einen Film dieser Art auch recht wirr inszeniert.
Was Van Damme mit dem Mädchen verbindet wird bestenfalls angedeutet, aber in keinster Weise klar verständlich. Genausowenig wird die Beziehung zu seinem erschossenen Freund vertieft und die Angst vor dem Gagsterboss wirkt auch nicht gerade überzeugend. Stattdessen wartet man permanent bis er endlich in der Legion ist und der Film endlich in die Gänge kommt.
Ab dem Eintritt in die Legion wird die Sache dann endlich unterhaltsam, zwar bekommt man nur die letzten Klischeefiguren vorgesetzt, doch wird man recht gut unterhalten bis zum etwas abrupten Ende.
Die Action hilft einem sicherlich ab dem zweiten Drittel des Streifens über solch armseelige Figuren wie dem Legionär Guido, bei dessen ersten Satz schon jedem klar wird, daß er bestenfalls als Kanonenfutter für den restlichen Lauf des Films dient, hinweg.
Mein Fazit: Auch wenn hier film- und handlungstechnisch recht viel daneben geht, ist "Der Legionär" doch recht unterhaltsam geraten (dafür meine sechs Punkte), wenn auch weniger spektakulär als vielleicht manch früherer Film von Van Damme.