Review

Van Damme probiert sich mal als Legionär in der französischen Fremdenlegion und kämpft sich dabei durch ein vor Klischees triefendes Abenteuer

Story:
Der Boxer Alain (Jean Claude van Damme) trifft sich mit Marseilles Gangsterboss Galgani. Alain soll seinen nächsten Kampf verlieren, ansonsten würde er gewaltigen Ärger mit dem Gangsterboss bekommen. Doch Alain hat ein Gewisses Maß an Ehrgefühl, so gewinnt er den Kampf. Nach dem Kampf flüchtet er, doch die Killer sind ihm schon auf den Fersen und töten seinen Freund. So schließt sich Alain der Fremdenlegion an, um aus Frankreich zu fliehen. In der Legion findet er Freunde, aber auch Feinde. Denn Galgani hat ihm Killer hinterhergeschickt.......
Der Film erinnert anfangs ein wenig an die Indiana Jones Filme. Alain flüchtet in die Legion, wo erst mal ausführlich und hart für den Kampf trainiert wird. Harte Manieren sind an der Tagesordnung. Danach geht es ab in die Wüste, um ein Fort gegen die Berber zu verteidigen. Aber die Lage scheint aussichtslos und der Feind übermächtig. Die Story um die Beweggründe ist zwar ganz interessant, aber leider finde ich den Grund nicht warum ich mir den Film angetan habe. Es fehlt dem Film leider ein wenig an Action und Spannung. Zumindest Action ist aber zum Ende hin zu finden. Leider wird sich zu lange am Drill und am Legionsgehabe aufgehalten. Mehr Feingefühl wäre hier passend gewesen. Vielleicht hat das Budget aber auch nicht mehr hergegeben.

Musik:
Anfangs bekommt man die bekannte französische Nachtclubmusik zu hören, die auch schon einschlägig aus Filmen wie „Das Boot“ bekannt ist. Danach geht es etwas exotischer zu Sache. Der Musik wird passt zum Film, auch wenn ihr der letzte „Pfiff“ fehlt. Für eine Videoproduktion aber mehr als zufriedenstellend.

Atmosphäre:
Peter MacDonald schafft es den Film in tolle Wüstenbilder zu packen, dass einem die Augen tränen. Das Können hat er aber auch schon in „Rambo 3“ unter Beweis gestellt. Während es dort aber noch jede menge Action gibt, merkt man dem Film die Sparmaßnahmen an. Auf übermäßig spektakuläre Action muss verzichtet werden. Wieso aber so an der lahmen Story gespart werden muss verstehe ich weniger. Es scheint, als wollte sich MacDonald den Großteil des Budgets bis zum Ende aufheben. Zugegeben, am Ende knallt und explodiert es wunderbar.... Aber das kann über den trocken Nachgeschmack des Films nicht hinwegtäuschen. Zu sehr verfängt er sich zu vor in Klischees a la „Marschier oder stirb“, so dass der Zuschauer am liebsten mal kurz umschalten möchte. Der Angriff auf die Einheit bevor sie das Fort erreicht ist leider lahm und vorhersehbar inszeniert. Aber MacDonald musste ja irgendwas zeigen, damit der Zuschauer nicht völlig das Interesse verliert. Das bei dem Kampf dann heldenhaft gestorben wird ist dann auch selbstverständlich. Der Klischeeneger darf da selbstverständlich auch nicht fehlen. Nach dem finalen Fight marschiert van Damme wie einst Rambo Richtung Sonnenuntergang. Man fragt sich als Zuschauer: war es das jetzt? Wo der wohl ohne Wasser und Pferd hinwollte? Hätte der Film ein wenig mehr Dramatik gehabt, wäre es sicherlich einer von van Dammes besseren werden können. So bleibt nur biedere, harmlose Familienunterhaltung.

Schauspieler:
Jean Claude van Damme mimt recht solide den Boxer und Fremdenlegionär. Erfreulich ihn mal nicht in einem Low Budget Actioner wiederzufinden. Viel von seinem nicht vorhandenen Talent zeigt er nicht. Selbst bei seinem Boxkampf wird nicht auf seine Kampfkunst gesetzt. Wohl einer der wenigen Filme, in denen ich van Damme als verschenkt ansehen würde. Trotzdem macht er eine gute Figur in der Legionärsuniform und brauch sich vor den anderen Schauspielern nicht zu verstecken.

Fazit:
Der Film bietet eine kinoreife Optik mit tollen Wüstenbildern. Leider wird die Action bis zum Ende aufgespart. So plätschert der Film recht langweilig vor sich hin. Klischees gibt es zu genug. Auch wenn es kein reinrassiger van Damme ist, war es mal ganz nett ihn in einem „seriösen“ Film zu sehen. Geht bei mir als entspannende Sonntagnachmittagunterhaltung durch. Einmal angucken und wieder vergessen....

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