US-Regisseur Steven Quale ist es tatsächlich gelungen, der in den Durchschnitt abgeflachten „Final Destination“-Reihe um vom Tod verfolgte (hauptsächlich) Jugendliche neues Leben einzuhauchen und präsentiert mit seinem 2011 veröffentlichten fünften Teil eine herrlich geschmacklose Horrorkomödie in 3-D.
Die auslösende Kettenreaktion ist diesmal der Einsturz einer großen Verkehrshängebrücke, wie immer der Höhepunkt des Films. Spannend, technisch einwandfrei, ziemlich deftig und schwarzhumorig .Übrig bleibt letztlich eine Gruppe Klischeecharaktere, wie man sie aus solchen Filmen kennt. Diese wird nach und nach dezimiert, wobei der unsichtbare Tod überaus kreativ vorgeht und einmal mehr beweist, wie gefährlich das Leben eigentlich ist: Sport ist sowieso Mord, wer sich fernöstlich massieren und mit Akupunkturnadeln pieksen lässt, spielt ohnehin mit seinem Leben und wer so wahnsinnig ist, zum Augenlasern zu gehen, muss damit rechnen, nicht nur das Sehorgan weggebrannt zu bekommen. Somit ist „Final Destination 5“ genau das Richtige für Skeptiker, Bedenkenträger und Angsthasen – und natürlich für alle, die ihren Spaß daran haben, einmal genau das zu sehen zu bekommen, wovor man sich insgeheim vermutlich immer ein bisschen fürchtet, wozu es nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit aber glücklicherweise selten kommt.
Der Härtegrad ist dabei gehobener Natur und auch der schwarze Humor schwächt diesen nicht wirklich ab, sondern versetzt eher in Staunen ob der Kompromisslosigkeit der Handlung und ihrer visuellen Umsetzung. Dennoch wird es stellenweise dann doch etwas sehr flach und albern; das ist aber eigentlich auch schon mein einziger Kritikpunkt, denn alles andere stimmt soweit.
Noch einmal einen drauf setzt „Final Destination 5“, als er sich gegen Ende gar als Prequel zum ersten Teil entpuppt und in schönster, echter Dreidimensionalität noch einmal alle vorausgegangenen Teile Revue passieren lässt.
Fazit: Temporeiches Popcorn-Teeniesplatter-Kino, das fast alles richtig macht und eine deutliche Steigerung zu den jüngsten Fortsetzungen darstellt. Schwer unterhaltsam und dank seiner kreativen Einfälle sowohl kurzweilig als auch erinnerungswürdig!