Review

Final Destination 5 (2011) 2D

Die Filmreihe um Gevatter Tod geht in die fünfte Runde und wenn das Tempo beibehalten wird, könnte "Final Destination" die Horror Serie mit den meisten Sequels werden. Das Handlungskonzept steht ja bekanntlich und muß nur mit einer Katastrophe und einigen spektakulären Kills ergänzt werden - fertig ist der nächste Teil. Ganz so einfach hat man es sich diesmal zum Glück nicht gemacht und es ist ein klarer Aufwärtstrend gegenüber dem vierten Teil zu erkennen. Regie führt diesmal weder Wong noch Ellis sondern der Neuling Steven Quale, der einen guten Job macht. Mein Kurzfazit vorweg: nach Teil 1 und 2 der beste Teil der Serie - spannend und brutal - inklusive der bekannten Abnutzungserscheinungen.

Zur Story brauch ich nichts sagen, die kennt wohl jeder. Nur soviel, am Konzept wurde nicht viel geändert. Am Anfang steht immer der tragische Unfall der viele Menschenleben fordert. Diesmal erwischt es einen Reisebus voller Mitarbeiter die ihren Betriebsausflug machen. Was genau passiert werde ich nicht verraten, aber die Unfallsequenz ist wirklich gelungen. Zum Glück hat Sam die Vision des Unfalls vorher und einige können gerettet werden - vorerst. Die recht lange Unfallszene ist neben der in Teil 2 die beste der Reihe und ich war mehr als positiv überrascht, denn damit hätte ich nicht gerechnet. Danach verläuft der Film im üblichen Schema, wobei es kleine Änderungen gibt. Zum Glück verzichtet man wie in Teil 4 auf die Visionen die schon vorher verraten wer wie als nächstes stirbt. Außerdem gibt es eine neue Idee wie man den Tod übergehen kann, wobei diese im Ansatz interessant ist aber nur halbherzig und unglaubwürdig umgesetzt wurde. Spannend an sich ist der gesamte Verlauf dann leider auch nicht wirklich, weil ja jeder weiß was kommt. Aber: einige der Kills sind so extrem spannend inszeniert, dass man es fast nicht aushält und mir wurde fast schlecht vor Spannung. Das Ende hat auch noch eine Überraschung parat, die Freunde der Reihe schnell erkennen werden.

Die Schauspieler sind genreüblich vorwiegend unbekannt und austauschbar, aber nicht so schlecht dass sie nerven würden. Ihre klischeehaften Figuren und ihre z. T. lächerlichen Dialoge geben auch nicht viel mehr her, also im Prinzip ok.

Die Effekte sehen deutlich besser wie in Teil 4 aus, obwohl sie durchweg am Computer entstanden sind. Gerade die Turnszene sieht erschreckend flüssig und echt aus. Auch der Blutgehalt ist ordentlich. Es wird gebrochen, zermatscht, reingebohrt und durchtrennt was der menschliche Körper so hergibt. Also ich fand ihn schon recht hart. Es wird zwar immer voll draufgehalten, aber eklig bleibt es immer nur kurz. Das übertriebene Gesplatter lässt auch alles wieder etwas harmloser wirken, dadurch haben auch weniger abgestumpfte Freunde des leichten Horrors eine Chance.

Weitere Punkte auf der Habenseite kann "FD5" neben der fulminanten Unfallsequenz und dem interessanten Ende bei den Kills verbuchen. Diese sind - wie fast immer - einfallsreich und auch krank. Am beeindruckensten ist die Szene in der Turnhalle, die ist an Spannung/Qual kaum zu toppen. Was auch vermehrt eingebaut wurde, ist die Tatsache daß es oft anders kommt als man denkt. Gerade bei den ersten beiden Kills wird man überrascht sein wie es schlussendlich passiert - da brauch mir keiner erzählen dass er das geahnt hätte. Die weiteren Kills sind wieder etwas vorhersehbarer und geradliniger aber auch gut inszeniert.

Nervig und größter Minuspunkt ist das laue Geschehen zwischen den Kills. Hier wird altbekanntes runtergespult und hier machte sich bei mir Langeweile und Unverständnis breit. Z. B. schlaucht das FBI ohne Ende welches wieder einmal glaubt daß Sam was damit zu tun hat. Auch die Gespräche der acht - vorerst - Geretteten verlaufen nach Schema F. Zu guter Letzt bringen einen die mystischen Sprüche des Leichenbestatters auch nicht wirklich weiter - gähn.

Ich hätte nachdem schwächelnden vierten Teil nicht gedacht, dass der fünfte Teil trotz der fehlenden Veränderungen/Weiterentwicklung des Plots so gut wird. Im Prinzip gibt's wenig Neues aber das alte Bekannte wird höchst unterhaltsam umgesetzt. Wenn die Qualität auf diesem Niveau bleibt und man noch die Handlung mit den Szenen zwischen den Kills in den Griff bekommt, liegen noch höhere Wertungen drin. "Final Destination" ist und bleibt einfach eine runde Sache und ich freue mich schon auf weitere Teile.

Es gibt kein Entkommen - auch nicht vorm nächsten Teil ! 7/10

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