Der Ur-Final Destination
Eigentlich war mit „Final Destination 4“ die Luft raus. Das hatte der dumme Part 4 ganz alleine geschafft nach einer wirklich launigen bis ikonischen Trilogie. Doch dieser clevere fünfte Teil der Reihe baut wortwörtlich Brücken (oder zerstört sie in einem spektakulären Intro), packt sein Ding beim Schopf und liefert nahezu auf dem Niveau der originalen Trilogie ab - wenn die Überlebenden eines Brückenkollaps gegen den Tod persönlich kämpfen…
Phases of Death
Auch Teil 5 hat wieder ein bisschen dummes 3D-Zeugs dabei. Doch in seinen meisten Momenten und Ideen ist er deutlich stärker als sein direkter Vorgänger. Die ersten drei Teile bleiben in meinem Herzen unerreicht. Aber auch dieser fünfte Ableger hat es in sich. Die Kills sind wieder kreativer, matschiger und blutiger. Die Charaktere sind nicht nur hübsche Dummbatzen. Obwohl auch von der unsympathischen Sorte natürlich wieder ein paar dabei sind. Die Verbindung zum Franchise und dem ersten Teil ist schlicht ein genialer Schachzug. Und er wäre ein perfektes Ende für die Reihe gewesen, die nächstes Jahr (leider?) wiederbelebt werden soll. Und die Balance in diesem Teil 5 aus Cheese, Spannung, Kreativität, Horror, Fun stimmt auffällig. Wie das bei einem „Final Destination“ einfach sein soll. Es gibt kaum Lücken oder Längen. Grausame „Unfälle“ mit kreativer Boshaftigkeit. Schmunzeln über Splatter. Der Tod auf einer Rampage durch Teenagerfratzen. Tony Todd ist wieder dabei - immer ein großartiger Gewinn. Die Computereffekte sind besser geworden (wenn auch aus heutiger Sicht noch lange nicht gut). Der Humor sitzt knackiger. Und das Tempo gönnt sich und den Zuschauern keine Verschnaufpausen. Daher ist „Final Destination 5“ wortwörtlich ein gelungener Schritt zurück zu seinen Ursprüngen. Wenn auch beileibe nicht perfekt oder atemberaubend. Einfach nur diabolisch spaßig. Vor allem wird wesentlich fieser mit Spannung, Finten und Tricks gespielt. Als ob der Tod höchstpersönlich wieder Spaß an seinen Opfern, Kniffen und Methoden gefunden hat.
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FRANCHISECHARTS
Final Destination - 8/10
Final Destination 2 - 8/10
Final Destination 3 - 7/10
Final Destination 4 - 5/10
Final Destination 5 - 6,5/10
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Fazit: eine sehr solide Todesparade und ein klarer Schritt hoch vom direkten, leeren Vorgänger - nicht nur wegen des starken Twists am Ende, der eigentlich einen wirklich schönen, runden Abschluss für die Reihe schafft. Aber wie es nunmal so ist bei erfolgreichen Horrorfranchises… niemals gehen sie so ganz!