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Während eines Betriebs-Ausflugs mit dem Firmen-Bus sieht der junge Sam in einer Vision den Einsturz einer sanierungsbedürftigen Brücke voraus und kann deshalb sich selbst, seine Freundin Molly und sechs weitere seiner Kollegen gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, bevor sich die Katastrophe tatsächlich ereignet. Im Anschluss haben er und die übrigen Überlebenden allerdings kaum Zeit zum Durchatmen, denn der Tod persönlich macht sich prompt daran, die Scharte wieder auszuwetzen und holt sich einen nach dem anderen in der Reihenfolge, in der sie auch beim Brücken-Unglück ums Leben gekommen wären. Doch der umgehende Sensenmann ist nicht das einzige Problem, mit dem sich Sam und Molly nun herumplagen müssen: Der unheimliche Leichenbeschauer Bludworth setzt nach einigen bizarren "Unfällen" ihrem traumatisierten Kumpel Peter nämlich den Floh ins Ohr, dass er zum Ausgleich jemand anderen persönlich ins Jenseits befördern muss, um dem Todesfluch zu entgehen und nicht selbst ins Gras zu beißen... Okay, im Grunde genommen hat man auch bei Teil 5 der "Final Destination"-Franchise wieder alles richtig gemacht, denn das Ganze ist wie der direkte Vorgänger erneut in - im wahrsten Wortsinn "eye-popping" - 3D, die Kills sind kreativ wie eh und je (die Teer-Dusche!) und sorgen für extra-blutigen Spaß und es wurde sogar ein klein wenig mehr Augenmerk darauf gelegt, das handelnde Personal dieses Mal nicht gänzlich als hohle Pappkameraden zu zeichnen, um dem Publikum zumindest die Möglichkeit zu geben, ein klein wenig um die Figuren zu bangen... und dennoch hat man beim Ansehen von "Final Destination 5" das Gefühl, dass die Luft  irgendwie aus der Masche raus ist. So war es dann vermutlich auch eine gute Idee, die Serie da im Anschluss anderthalb Dekaden lang bis zum aktuellen "Final Destination 6: Bloodlines" auf Eis zu legen und so die Batterien wieder aufzuladen. Drehbuchautor Eric Heisserer versucht hier und da nochmal 'nen Rückgriff auf die Ursprünge der Reihe anzudeuten und lässt auch Tony Todd erneut seinen gruseligen Leichenbestatter zum Besten geben, aber bereits "Final Destination 2" hat damals ja gezeigt, dass ein Übermaß an Plot und Hintergrund-Geschichte für diese Art von Film mal eher hinderlich ist... und so wirken die inhaltlichen Verbindungen zum Original zu gezwungen, wenn sich "Final Destination 5" auf den letzten Metern urplötzlich als Prequel zu eben jenem entpuppt, ohne dass dadurch wirklich ein erzählerischer Mehrwert generiert werden würde. Filmisch ist das alles allerdings immer noch höherwertig als anno dazumal ein "Halloween"- oder "Freitag der 13."-Sequel, insbesondere was die Präsentation der phantasievoll erdachten und mit fiesen Details ausstaffierten Kettenreaktionen anbelangt, die da den tödlichen Freak-Accidents zumeist vorhergehen... und genau da liegen dann auch wieder die Stärken des Konzepts. Inszenatorisch passt alles, denn Regie-Neuzugang Steven Quale hat sich seine Sporen immerhin als Second-Unit-Director bei James Cameron bei "Titanic" und "Avatar" verdient und sich dabei wohl so einiges abgeschaut, was das Stagen von F/X-intensiven Desaster-Set-Pieces anbelangt. Für solides Genre-Entertainment ist demnach auch wieder mal gesorgt, aber es spricht doch Bände, dass der absolut geilste Moment von "Final Destination 5" die Best-Of-Body-Count-Montage sämtlicher Kills der vorhergehenden Teile vor dem Abspann ist. Fazit: Wirklich nicht schlechter als der Rest, aber für mich trotzdem das Schlusslicht der Reihe. By the way: Nebendarsteller Miles Fisher sieht echt aus, als hätte man Dave Franco und Tom Cruise im Labor miteinander gekreuzt, was einen jedes Mal, wenn er im Bild ist, volle Kanne ablenkt...

7/10

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