Seien wir doch einmal ehrlich! Damals, zu unseren Schulzeiten, haben wir es doch sicher alle ab und an auch mal getan. Der eine mehr, der andere weniger. Hier und da mit Erfolg, hier und da auch mal mit einer Niederlage. Die Rede ist vom Schummeln. Wenn große Tests anstanden, aber keine Lust zum Lernen da war, dann wurden die berüchtigten Spickzettel rausgeholt und alles war auf einmal so einfach. Schüler, die sich das Schummeln aber regelrecht zur Berufung gemacht haben, davon erzählt die Teenie-Comedy "Die Highschool-Trickser"! Was sich aber durchaus nach nem unterhaltsamen Filmchen anhört, entpuppt sich leider, unterm Strich, als einer der langweiligsten Genre-Filme überhaupt.
Die hauptsächliche Schuld an der Langeweile tragen aber dieses mal nicht irgendwelche Fäkal-Gags, sondern das durch und durch lahme Drehbuch. Vollkommen ohne roten Faden, spult sich hier eine langweilige Szene nach der anderen ab, die irgendwo allesamt nicht richtig zusammenpassen wollen. Die Schummel-Ideen sind lahm, Innovationslos und versprühen keinerlei an interessanten Inhalten. In aller Regel sind die Schummelversuche allesamt genauso ausgefallen, wie man es als "normaler" Schüler auch schon kennt. Zudem gibt es neben dem Schummel-Szenario auch noch so manch uninteressanten Nebenstrang, die allesamt nicht ins Gesamtbild passen mögen und den Film nur unnötig in die Länge ziehen. Das ganze, wirklich in keinster weise Einklang bietende, Treiben ist deshalb unterm Strich so derartig Lahm und Tempolos ausgefallen, dass es dem Zuschauer wirklich schwer fällt, bei Laune zu bleiben.
Dazu kommen dann noch die ganzen lausigen Gags des Streifens, die wirklich komplett aus Blindgängern bestehen. Nicht auch nur einer der Gags konnte mich wirklich zum Lachen bringen. Alles ist hier so trostlos unwitzig ausgefallen, dass selbst RTLs grottigste Sitcoms alla "Schulmädchen" oder "Die Camper" noch unterhaltsamer wirken. Zwar ist es durchaus lobenswert, dass man sich hier nicht allzu sehr auf das sonst so typische Fäkal-Fest eingestellt hat, wie man es sonst so aus amerikanischen Genre-Filmen wie "Party Animals" kennt. Doch was nützt das im Endeffekt, wenn die Witze dann wieder so harmlos ausgefallen sind, dass man auch da nicht richtig lachen kann? Das höchste der Gefühle ist vielleicht mal ein Schmunzler, wenn die bösen Buben hier ihren asiatischen Hausmeister verarschen, in dem sie sich ihm mit den Namen amerikanischer Präsidenten vorstellen, aber wirkliche Brüller sucht man absolut vergebens.
Höchstens die ganz sympathische Figurenzeichnung rettet den Langeweiler vielleicht etwas. Auch wenn ihre, durch das Skript gegebene, Handlungen meist recht langweilig ausgefallen sind, so kann man sich doch mit den Charakteren doch irgendwie identifizieren, vielleicht sogar mehr, als mit den überzeichneten Figuren von manch anderem Film. Es sind halt einfach ganz normale Jungs, die es an jeder Schule irgendwie geben mag und denen man irgendwie nie wirklich Böse sein kann. Sie sind sozusagen die einzigen sympathischen Details des Films und retten ihn somit vor dem Totalausfall.
Was die Darsteller angeht wird das übliche Mittelmaß geboten, wobei man die Darsteller allesamt schon mal irgendwo gesehen hat, sie aber nun nicht unbedingt lange im Gedächtnis behält. Trotzdem mag ihr Spiel akzeptabel sein, vielleicht aber auch deshalb, weil man eh nicht all zu viele Erwartungen in sie gesteckt hat.
Fazit: Schnarchig langweilig ausgefallene Teenie-Klamotte, die mit ihrem zusammenhangslosen Drehbuch und den unlustigen, teils megalahmen, Gags, zu keinem Zeitpunkt für Stimmung sorgen kann. Auch wenn einem die Figuren allesamt irgendwie sympathisch sind, so möchte man sich ihnen doch schnell wieder entziehen, nur um ja nicht einzuschlafen. Selten habe ich mich deshalb, nach einem Teenie-Film, so sehr nach etwas Flottem und Überzogenen gesehnt, als nach diesem hier! Wer sich also mal wieder so richtig langweilen will und dabei nicht nur Stundenlang an die Zimmerdecke starren will, der ist hier vollkommen richtig!
Wertung: 3/10 Punkte