Review

Nachdem ich den Film nirgendwo finden konnte, musste ich ihn erst in meinem Laden um die Ecke bestellen. Dann noch ein paar Tage warten und nun endlich liegt die BD hier bei mir, hat sich das Warten gelohnt? Theatre Bizarre wird als DIE Horror Anthologie angepriesen, aber kann sie diesem Ruf gerecht werden?

Eine Junge Dame sieht aus ihrem Fenster ein altes Theater. Eines Abends geht sie in das Theater und merkt, dass hier eine Vorführung läuft. Sie nimmt Platz und wird sofort von dem Treiben vor ihr Gefangen genommen. Aber welchen Preis muss sie dafür zahlen??

Die Story, bzw. das Gerüst, welches die einzelnen Geschichte zusammen hält, ist recht nett, aber für Horrorfans dürfte es nichts neues sein. Nach ein paar Geschichten weiß man bereits wie der Film ausgeht. Aber das Gerüst soll ja auch nur die einzelnen Geschichte zusammenhalten und genau das macht es auch. Nachfolgend werde ich kurz die einzelnen Geschichten bewerten.

1.) Mother of Toads

Diese Geschichte stellt einen würdigen Anfang dar, es dreht sich um eine Hexe und zwei Reisenden die auf der Suche nach dem Necronomicon sind. Die Hexe wird von Catriona MacColl verkörpert, welche Fulcifans mehr als nur bekannt sein dürfte. Die anderen beiden Schauspieler sind nett, aber nicht mehr. Die Atmosphäre in dieser Geschichte ist sehr hoch und es kommt richtig Horrorfeeling auf. Man sieht, dass Fulci hier auch ein wenig als Vorlage gedient hat.

Alles in allem eine sehr gute Geschichte. 4/5 Punkten

2.) I Love you

Die Nächste Geschichte spielt in Berlin und dreht sich um einen Mann, der nicht von seiner Frau lassen kann und will. Als sie eines Tages wieder nach Hause kommt, will sie Schluss machen, aber der Mann will sie nicht gehen lassen. Es entspinnt sich ein Beziehungsdrama und eine kleine Charakterstudie.
Diese Geschichte fand ich wenig ansprechend, da sie für sich gesehen zwar recht nett war, aber nicht wirklich in die Anthologie passen wollte. Die Schauspieler sind sehr gut, aber das Bild wirkt etwas amateurhaft. Zum Ende hin, wird die Geschichte immer besser.

Durchschnittliche Geschichte die mit einem guten Ende aufwarten kann. 3/5 Punkten

3.) Wet Dreams

Diese Geschichte wurde von Tom Savini verwirklicht und wirkt auch am professionellsten. Alles dreht sich um einen Mann, der jeden Abend davon träumt, dass ihm entweder seine Frau oder seiner Geliebten, sein bestes Stück entfernt wird. Er besucht einen Psychiater (gespielt von Tom Savini) und dieser sagt ihm, dass es ganz normal sei, in seinen Träumen zu morden oder zu sterben. Die Geschichte wartet dann aber mit einem richtig guten Storytwist auf und dürfte für viele die beste Folge der ganzen Anthologie sein. Schauspieler, Gore, Musik, hier stimmt einfach alles.

Super Folge. 5/5 Punkten

4.) The Accident

Ein kleines Mädchen versucht zu verstehen, warum Menschen sterben. Recht kurze Folge die sehr gut gefilmt ist, aber irgendwie inhaltslos daher kommt. Die Folge geht auch nur gute 10 Minuten, wodurch immerhin keine Langeweile aufkommt.

Solide Folge ohne Höhen oder Tiefen 3,5/5 Punkten

5.) Vision Stains

Die Folge auf die ich mich am Meisten gefreut habe. Karim Hussain (Subconscious Cruelty) erzählt die Geschichte einer Frau, die Obdachlose und Drogenabhängige Tötet und ihnen dann die Augenflüssigkeit klaut um ihr Leben vor ihrem eigenen Augen zu sehen. Hier passt einfach alles, tolle Musik, grandios gefilmt und gute Schauspieler. Die Story fesselt sofort. Man merkt das Hussain ein ganz besonderer Regisseur ist. Diese Story hätte ich auch gerne in Spielfilmlänge gesehen.

Hervorragende Geschichte mit toller Story. 5/5 Punkten

6.) Sweets

Ein Päärchen ist dem Süßen verfallen, doch eines Tages reicht es der Frau und sie macht mit ihrem Mann Schluss, doch ein letztes Mal sehen sie sich wieder. Diese Folge hat mich total überrascht, fängt sie doch recht interessant an und wird zum Ende immer besser. Ich war total geschockt, wie toll diese Story ist. In meinen Augen soll diese Folge ein wenig die Todsünde Völlerei zeigen. Die Schauspieler sind super, die Effekte rocken und die Musik passt einfach wie die Faust aufs Auge. Hier hat man wirklich alles richtig gemacht und diese Folge stellt den Höhepunkt und auch den würdigen Abschluss der Anthologie dar.

Einfach nur grandios 5/5 Punkten


Alles in allem konnten eigentlich fast alle Stories wirklich überzeugen mit Ausnahme von I Love you. Jede für sich wirkt auf ganz einzigartige Weise auf den Zuschauer. Sweets ist für mich das absolute Highlight der Compilation. Echte Horrorfans müssen hier einfach einen Blick riskieren, da dieser Film so viel Kurzweil wie sonst kaum ein Horrorfilm bietet.

Für mich das Highlight von 2012!!

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