Review

Das Original aus den 80ern habe ich bisher noch nicht gesehen. Abgesehen davon, fällt es mir aber nicht schwer, ein Urteil über Nispels Remake zu fällen. Und zwar eines ganz im Sinne Conans: ein vernichtendes.

Schon beim Remake von Freitag der 13. hat Nispel sein Untalent für Dialoge, Schauspielerführung und Spannung bewiesen. Conan hat mich an ein billiges Computerspiel erinnert, in dem am Anfang eine kurze Einleitung geboten, dann das Ziel des Spiels verraten und über billig zusammengeklebte Levels eben jenes erreicht wird.

Selbst Ron Perlman tat mir leid, in diesem Schund mitspielen zu "müssen". Nur er und der kleine Conan konnten so einigermaßen die Stimmung eines epischen Films rüberbringen. Aber selbst hier bügelte Nispels Regie alles platt.

Sehr häufig stimmten auch Schnitt und Kameraeinstellungen nicht, was mir vor allem bei der Tochter des Pseudogottes auffiel. Ihre langen Messernägel stolperten eher durch das Bild, als dass sich schneidende Eindrücke hinterließen.

Durchgefallen ist auch der Nerv tötende Score, ohne jede Wiedererkennung und ununterbrochen störend.

Selbst für Trash ist dieser Film zu schwach, da er keine Persönlichkeit ins Licht gerückt, sondern einfach nur schwache Plagiate abgefilmt hat. Dies wird an dem "Goodnescher", der Conan immer mal wieder begleitet und ihm die Treue schwört, deutlich. Und die pseudowitzigen Wortgefechte zwischen Conan und der Reinblütigen könnten auch aus einer 60er-Jahre-Komödie mit Walter Giller und Karin Door stammen.

Die Kämpfe wirken kraftlos und Nispel versuchte sie durch Kunstblut aufzupäppeln, was irgendwann nur noch peinlich aussah.

Fazit:
Conan ist wie sein Hauptdarsteller und sein Regisseur: blass, charakter- und einfallslos. Nicht als peinliche Langeweile ohne jeden Mythos oder greifbaren Pathos. 1/10

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