Der Reboot der erfolgreichen Conan-Filmreihe bietet vor allem eines – viel Blut, noch mehr Gewalt, etwas Erotik. Prinzipiell nicht die schlechtesten Zutaten, aber das fertige Gericht schmeckt trotzdem etwas fade.
Zuerst muss ich eines sagen: Ja, ich liebe den ersten Teil mit Arnold Schwarzengger. Ich habe irgendwann gelesen, dass Schwarzenegger damals Rollen mit wenig Text angenommen hat, um sein verbesserungswürdiges Talent auszubauen (manche sagen ja, er habe es niemals geschafft) – der Neue, Jason Momoa, kann Schwarzeneggers minimalistisches Spiel noch unterbieten, denn er hat gezählte zwei Gesichtsausdrücke auf Lager: grimmig und grimmiger. Der neue Conan ist ein Superkrieger, der von niemandem aufgehalten werden kann, der absolut jeden Kampf gewinnt und damit (und dem recht emotionslosen Momoa) geht in der Neuverfilmung einiges an Tiefe verloren. Bot der erste Teil noch Poesie und Epik (und einen durchaus besiegbaren Barbaren), so versucht die Version 2011 die übliche "Zauberer versucht die Welt zu zerstören"-Geschichte mit Bauten und Aufnahmen im Stil von "Herr der Ringe" zu verfeinern, aber die Tiefe bleibt verloren.
Die Neuverfilmung lebt vom großen Namen und bietet auf technischer Seite 3D, finde ich wie immer aber recht unnütz, zumal die typischen 3D-Szenen wie "Pfeil der auf den Zuseher fliegt" eingebaut wurden.
Im Großen und Ganzen fand ich den Film trotz allem ganz okay, was an den guten Kampfszenen und der Kreativität beim Meucheln und Morden liegen mag, einige Szenen sind durchaus heftig. Was soll ich sagen? Er hat mich weit weniger enttäuscht als beispielsweise "Fluch der Karibik 4" (es ist hilfreich, wenn man seine Erwartungshaltung bei Remake etwas runterschraubt), ist aber auch nicht der Überbrenner.