Review

THE THING oder Alle 30 Jahre kommt ein „Ding“ in die Kinos!

Bei meinem Review lasse ich allerdings Howard Hawks Klassiker von 1951 außen vor,
zumal der 2011er ja direkt mit dem 1982er verwoben ist.

Was waren das für Jugendzeiten, als man noch mit offenem Kinnladen da saß und die Splattereffekte aus John Carpenters Remake von der Kinoleinwand tropften. Fast 30 Jahre hat es gedauert, bis diese Version ungeschnitten und mit einer 16er-Freigabe im Handel erhältlich war.

2011 wurde dann ein weiterer Film mit dieser Thematik in die weltweiten Kinosäle geschleudert. Viele, die an eine „Schändung“ von Carpenters Werk durch ein weiteres Remake glaubten, wurden eines Besseren belehrt. „Kein Remake, sondern ein Prequel!“, sauste es noch vor Kinostart durch das Netz!
Besser so!

Die Macher des Prequels THE THING haben sich echt bemüht, das alte 1980er-Jahre-Feeling zu reanimieren. Kulisse der Arktisstation, Spielweise der Besetzung und Filmschnitts ohne Hektik unterstützen hierbei das Retro-Gefühl noch. Nur bei den Tricks hat man den Computer herangeholt, um einigermaßen der Carpenter'schen wilden Ekel-Vorgaben gerecht zu werden. Obwohl ich auf die handgemachten Spezialeffekte von früher stehe, gefällt mir der Rechnereinsatz zur Sichtbarmachung der Bio-Mutationen in dem neuen Film.
Die Spannung ist durchgängig vorhanden - besonders gegen Ende wird die Spannungsschraube flott um ein paar Windungen gedreht.
Für eine "Vorgeschichte" sieht das Teil anständig aus und ist auch gruselig!
Am besten genießt man als Horrorfilmfan beide Filme als adrenalinförderndes Double-feature.
Das Prequel – obwohl 30 Jahre später entstanden – geht geradezu nahtlos in John Carpenters Film über.
So soll es sein!

Unterm Strich betrachtet, bin ich als Fan des Remakes von 1982 sehr mit dem 2011er zufrieden und kann den Streifen bedenkenlos weiterempfehlen.
Und nochmal: Das neue Movie ist kein Remake!

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