Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 18.02.2012

Der Film erhält die Spannung kunstvoll fast über die gesamte Laufzeit, indem der Suspense nie ganz ausgespielt wird. Wann immer etwas passiert, glaubt man, das kann noch nicht alles gewesen sein, der große Knall folgt noch - aber er lässt weiter auf sich warten. So kann man das Knistern genießen, wenn sich der helle Himmel langsam ins Nachtblau verwandelt, wenn Colin Farrell immer einen Hauch vor dem Overacting abbremst, wenn auch der Masken-Joker nie auf den Tisch gelegt wird, obwohl man gerade das bei einem Remake in dieser Zeit erwarten würde. Die Kehrseite der Sache ist die, dass der Film dann versagt, wenn es zum Knall kommt: Insbesondere die Effekte enttäuschen gerade auch deswegen, weil man das Original vor allem als Film der Fratzen in Erinnerung hat. Und auch der Showdown bringt den Knoten leider nicht zum Platzen. Darüber hinaus gefällt die Entkleidung des Peter Vincent gar nicht - viel zu postmodern, viel zu hip und auf den Massengeschmack zugeschnitten. Diesen Lapsus gleicht der Film aber locker wieder durch den Nerd aus, der den nervigen 80er Buddy aus dem Original locker aussticht.

*weitere Informationen: siehe Profil

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