Review

Warum stürzt der Aufzug mit den 9 Idioten denn nicht gleich am Anfang ab?

Heute mal anders: Eine stichwortartige Zusammenfassung des Films (mit SPOILERN! - aber wie kann man eigentlich spoilern, wenn es gar keinen wirklichen Inhalt gibt!):

- zunächst ein stimmungsvoller Auftakt, die Skyline von New York, schöne Bilder

- die einzelnen Aufzug-Passagiere werden in kurzen Sequenzen vorgestellt (das waren jetzt schon alle guten Passagen des Films)

- Smalltalk der ersten Gäste im sich füllenden Aufzug, erster Eindruck wie flach doch Dialoge sein können und erster Angstschweiß einen Fehlgriff gemacht zu haben

- 2. Akt: weitere Charakterschauspieler kommen dazu, sämtliche Filmklischees werden bedient

- noch immer hebt der Aufzug nicht ab, aber da, ein Lichtblick: Ein jüdischer klaustrophobischer Komiker Marke Didi Hallervorden betritt den Fahrstuhl des Grauens

- die Hoffnung auf etwas Erheiterung schwindet, da kommt der 2. Hoffnungsträger, ein schön biestiges Kind, also doch eine Steigerung?

- noch habe ich nicht aufgegeben, der Aufzug beginnt seinen Aufstieg, vielleicht wird’s ja noch..

- aber dann wieder quälende Länge, lange Pausen, unwirkliche Dialoge, immer wieder gleiche Kameraeinstellungen

- selbst die Synchronisation ist teilweise knapp über Porno-Niveau und es ist außer wirren Dialogen noch nichts passiert

- ein Drittel der Laufzeit ist um, der Aufzug stockt, vielleicht kommt ja Stimmung in die Bude?

- aber es steigt nur der Nervfaktor, unlogische Aktionen wechseln sich mit unglaubhaften und künstlich wirkenden Dialogen ab

- das kleine Biest blüht noch mal auf als eine blonde Jungmutter in ihre kleine Handtasche pisst (man hofft, dass es auf diesem Niveau wenigstens trashig weiter geht!)

- aber nein, die unsägliche Aufzug-Besatzung vertreibt sich lieber die Zeit mit schlechten Witzen über Muslime

- 2 Insassen haben übrigens ein Verhältnis gehabt aus dem das Kind der Jungmutter entstand, welch’ ein Zufall!

- übrigens ist schon weit über die Hälfte der Laufzeit vorbei, außer Gerede immer noch nichts passiert

- ein Film wie ELEVATOR müsste von der Qualität der Dialoge leben, aber er macht leider genau das Gegenteil

- dann noch ca. 10 Minuten, das ist eine gute Nachricht, erste Ausbruchversuche, jetzt wird es sogar ungewollt komödiantisch bei unsichtbaren Splatter-Einlagen

- ich gebe längst auf und will es nur noch zu Ende bringen…können wenigstens alle schnell sterben?

- nach nicht vorhandenem Gemetzel dann Licht aus, wackel-wackel, ein wenig Geschrei und Hui-Buh….?

- ein völlig abruptes und völlig lasches Ende erlöst mich, Abfahrt, danke schön

- wer hat überlebt…na ja, das lasse ich mal offen für die wenigen Interessierten

- der beste Schauspieler: ganz klar, der sympathische Dicke

- fast der letzte, aber der weitaus beste Satz des Films: “Ich schätze, ich bin der Held“

1/5 Pisstaschen Punkten

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