Review

Ach, warum die Aufregung ueber diesen Film: gut, man sieht wohl zum ersten Mal ein ejakulierendes Glied in einem "Road-Movie-Mord-und-Totschlag" Film, aber, ach herjeh, das regt doch keinen Hamster mehr auf. Und dann: die Handlung ist wie Kraut und Rueben. Statt einer gezielten Behandlung des Themas Gewalt und ihre Folgen, wird der Zuschauer mit etwas Sex (oder Porno) und Kopfschuessen und Gemorde durcheinandergebracht. Dabei weiss so recht niemand mehr, was eigentlich Sache ist, und das macht einen schnell muede. Die Schauspielerinnen sind ehemalige Porno-Darstellerinnen, auch gut. Obwohl ich kein Freund der Vermischung von Sex- und Gewalt bin, muss ich leider sagen: diesem Film fehlt Gewalt, aber richtig. Die Kopfschuesse kommen nicht gut rueber (Schnitte?) und die Kamera, als haette Harald Juhnke die Kameraarbeit geleistet. Aber als Tabubrecher ist der Film gut: erst wird "geschossen", dann erschossen. Als Horrorfilmversuch noch gut, als ernsthaftes Thema voellig missglueckt, ja sogar ein ernsthaftes Thema ausbeutend. Also Maedels, belibt lieber beim Pornofilm. Da verdient ihr mehr, und die These das die Pornoindustrie Frauen ausbeutet und frauenfeindlich ist, ist eh Muell. Denn dieser Film zeigt: Frauen koennen den gleichen Mist drehen wie Maenner, wenn das Thema fehlt. Zwiespaeltig.

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