Story:
Zwei Frauen (Karen Bach, Raffaela Anderson), die beide schlimmes hinter sich haben, brechen zu einer Gewalt- und Ficktour durch Frankreich auf. So gut wie alle Männer, die ihnen dabei in den Weg kommen, müssen dran glauben.
Ja und das war es auch schon, das ist die Story zu einem der am meisten diskutiertesten Filme der letzten Jahre, der in Frankreich nach dem Start flugs aus den Kinos genommen und als Porno eingestuft wurde. In einigen Ländern ist der Film sogar ganz verboten. Komischerweise nicht in Deutschland, unter dem lächerlichen Vorwand, der Film wäre Kunst. Das ist echt der Abschuss, sozialkritische und im Vergleich harmlosere Filme wie Dawn of the Dead werden beschlagnahmt und so ein Müll wie Baise Moi geht als Kunst durch. Hallo liebe Behörden, in diesem Film spielen zur Hälfte Pornodarsteller mit, die Sexszenen sind nicht erotisch, sondern Hardcore und die Vergewaltigungsszene ist absolut krank (schockiert aber aufgrund der erbärmlichen Inszenierung gar nicht so sehr) und wurde zum puren Selbstzweck hereingenommen, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen.
Wer hier einen ernsthaften Film erwartet, ist völlig Fehl am Platz. Die Kameraführung könnte ein Mensch auf Drogen vorgenommen haben, das Bild ist verwackelter als bei Blair Witch Project und irritert bloß. Der Soundtrack könnte gut in einen Porno passen (wovon Baise-Moi ja nicht weit entfernt ist) und die Charakterzeichnung ist unter aller Kanone. Wieso gehen die beiden Frauen eigentlich so ab? Das wird mir bis zum Ende nicht klar. Und ein Finale gibt’s auch nicht, das Ende fällt genauso unspektakulär aus wie der restliche Film.
Die Schauspieler sind, wie schon oben erwähnt, an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten (sind ja fast alles Pornodarsteller). Einzig Karen Bach ist noch hübsch anzuschauen, Raffaela Anderson dagegen muss zum Schluss glücklicherweise dran glauben, denn die wird wohl allen männlichen Zuschauern auf den Sack gehen, dass sie es nicht anders verdient. Übrigens hab ich auch einen Darsteller aus einem Gina Wild Film entdeckt, also soviel dann zu den Schauspielern...
Das einzig gute daran ist die Laufzeit von knapp 75 Minuten, da fällt die Zeitverschwendung für dieses miese Machwerk aus Fronkraisch nicht ganz so ins Gewicht. Wer meint, den Film mal sehen zu müssen, kann das ja tun, aber niemand sollte sich im Nachhinein wundern, was er da eben für einen Scheiß gesehen hat. Der Film untertrifft sämtliche Erwartungen und ist für mich einer der am meisten überschätzten Stücke aller Zeiten. Nur gemacht, um für einen Skandal zu sorgen, von einer Regisseurin, die mit Männern anscheinend keine guten Erlebnisse hatte. Hirnlose Zeitverschwendung, bitte verschont mich mit so einem Totalschrott!