Review

Zwei junge Frauen, von denen eine zuvor vergewaltigt wurde, ziehen radikal mordend und stehlend durch Frankreich. Ihre Gewalttätigkeit versteht sich dabei als Ausbruch aus der Unterwürfigkeit und der Ausgeliefertheit gegenüber Männern und richtet sich somit auch vorwiegend gegen Männer, die Frauen ausschließlich als Objekte zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse ansehen und ihnen keinen Respekt entgegen bringen. Doch ihr brutales Verhalten artet noch weiter aus...

Die an der Entstehung dieses billigen Filmes Hauptbeteiligten, sind Frauen aus der Pornoindustrie, weshalb sich der Film durchaus als emanzipatorisches Werk innerhalb der Grenzen des Pornogenres verstehen lässt, in welchem nun die Frauen den Spieß umdrehen und die Männer als Objekte ihrer sexuellen Befriedigung, aber auch als Feinde ansehen. So stumpf bleibt der Film allerdings nicht: Im Grunde wird nämlich eine tragische Geschichte erzählt und die Folgen der Gewaltausbrüche der beiden Hauptfiguren werden recht realitätsbezogen dargestellt, sodass es sich insgesamt um ein sehr interessantes, extremes Gedankenexperiment handelt. Der Film ist in seiner Art einzigartig und sollte auch dafür gewürdigt werden – darüber hinaus ist er auch äußerst unterhaltsam und wird Fans von härteren Filmen eine Menge Spaß bringen. Zwar macht der Streifen optisch einen recht billigen Eindruck, doch durch die wackelnde Kamera bekommt er einen geradezu dokumentarischen Charakter, was hervorragend zum Inhalt passt und die Wirkung des Films wiederum verstärkt.

Details