Review

Und wieder ein mal dürfen und sollen Meinungen auseinander driften...
Ich persönlich musste erschreckt feststellen: viel Wind um nix. Kommen wirklich so wenig gute Horrorfilme raus, das man so einen unfähigen Amateurrotz abfeiern muss?! Heilige Kettensäge! Was würde Ash tun? Hat Satan wirklich schon aufgegeben?
Naja.

Sogar unsere Sittenwächter hatten es hier ganz eilig und indizierten direkt die US-Fassung - das macht Sinn! Kursieren davon doch bestimmt 2-3 Tausend Weltweit. Die überschwemmen Deutschland ja förmlich! Und man weiß ja, wie gut unsere verrohte Gangster-Jugend englisch spricht...

So, wollen wir den Machern nun glauben, daß sie mit ihrem Werk eine Hommage an das 70er/80er Slasher/Horror-Kino kreieren wollten, müssen wir sie umso mehr rügen! Das Teil ist von vorne bis hinten peinlich, unzureichend und ganz klar nicht geeignet, diesem Horrorkino die Ehre zu erweisen; geschweige denn, es fortzuführen!

Wir finden die typischen Merkmale eines Gewollt-und-nicht-gekonnt Billig-Schrott-Digital-Video-Filmchens vor:
- unausgegorene Story, breitgewalzt im staubigen Drehbuch, angefüllt mit Klischee-Sätzen
- Kindergarten-Knete-Matsch Gore-Effekte (bis auf Hammer inne Birne so gar nicht hart...)
- Schauspieler, welche gar keine sind
- dilettantischer Schnitt
- schlechte Ausleuchtung
- null Atmosphäre
- stark erschlaffter Spannungsbogen
- null Ausstattung, es steht rum, was eben rumsteht (Ausnahmen: ein Ghettoblaster, ein Schnurtelefon)
- usw. usf.

Ein Griff ins Klo, werte Horrorfreunde. Da hilft auch die Goldfolie der kommenden deutschsprachigen VÖ nichts...
Ernsthaft: ein extrem langweiliger inkompetenter Amateurfilm, den wir vor 20 Jahren nicht abgefeiert, sondern ausgelacht hätten!
Gut, damit es nicht zu einseitig wird: die Kameraführung ist meistens ok, die Tanzszene ganz unterhaltsam und der Maniac kommt recht sick rüber. Und die oldschool credits sind natürlich schön!

Nutzt aber nix, wenn der Film kacke ist. 2/10

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