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HEADHUNTERS beginnt mit einer süffisanten und selbstironischen Vorstellung des Hauptdarstellers Roger über seine Lebenssituation und man ahnt schon, dass dieser ruhige Anfang bald von tiefgreifenden Ereignissen gestört wird. Zentral für den Film ist eine aberwitzige Verfolgungsjagd mit teils schon an Slapstick erinnernden Szenen und der Film gibt hier ein hohes Tempo vor und erinnert in den positiven Momenten sogar an Tarantino, die Coen Brüder oder Fincher. Wer allerdings mehr grundernste Thriller ohne übersteigernde Komik bevorzugt könnte etwas abgeschreckt werden.

Zur Story nur hier die Grundzüge ohne etwas vorwegzunehmen (OHNE SPOILER!): Roger Brown (Aksel Hennie) ist Headhunter und gut im Geschäft, muss aber trotzdem noch Kunstwerk stehlen um das luxuriöse Leben seiner schönen Frau zu finanzieren. Er gerät an den Manager Clas Greve (Nikolaj Coster-Waldau) der ein wertvolles Gemälde besitzt, hat aber diesmal das Pech an den Falschen geraten zu sein….

Mit typischem skandinavischem Augenzwinkern findet die Gewalt und die diversen Formen des Überlebens unseres Hauptdarstellers in schon fast comichafter Übersteigerung unter Einsatz von beissender Ironie und sogar Splatterelementen statt. Mir hat diese schräge Note gefallen und das Nebeneinander von Grauen und Lachen bis zur letzten Konsequenz unterhält einfach fabelhaft. Auch wenn die Story und die Glaubhaftigkeit ein wenig auf der Strecke bleiben und der Film nicht im Langzeitgedächtnis haften bleiben wird unterhält HEADHUNTERS einfach fabelhaft und bietet eine gelungene Überraschung fernab vom dagegen konservativ wirkenden Hollywoodkino.

7/10 leeren Klorollen....äh,....Punkten

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