" Gamer", Death Race 1+2", " The Condemned" in den letzten Jahren sind so einige Filme rausgekommen welche ihre Story um Tod und Mord vor Millionenpublikum aufbauen. Meist durch Internetaustrahlungen bei dennen die Viewer eine Menge Schotter auf den Tisch blättern.
Jonah Loops Regiedebüt kann man ganz klar der selben Sparte zuordnen.
Als der junge Feuerwehrmann David Lord ( Kellan Lutz) seine Frau bei einem Autounfall verliert, beschliesst er sich in Mexico die Kante zu geben und die bösen Gedanken durch den Konsum von einer Menge Alkohol wegzuscheuchen. In der Bar lernt er die Schönheit Milla ( Katie Winter) kennen, welche ihn dann auch gleich versucht zu verführen und mit auf ihr Hotelzimmer zu nehmen. Doch statt eines netten kleinen Sexabenteuers, wird er beteubt, gefangen genommen und in eine Art Gefängnis gesteckt. Doch schnell merkt er das er nicht nur gefangen gehalten wird... er muss von nun an in Virtuellen Arenen um sein Leben kämpfen... und all dies unter den Skrupelosen Augen des Weltweit gesuchten Produzenten Logan ( Samuel L. Jackson) welcher diese Kämpfe in alle Welt ausstrahlt.
Wenn man das Cover der Us Dvd in der Hand hält, könnte man schnell das Grausen bekommen, da dieses Bild doch schon recht billig aussieht. Anders ist es aber dann beim Film welcher doch in recht anständinger Optik daherkommt und nicht so billig wirkt wie man es vielleicht erwarten könnte. So ist alles doch auf recht ansprechendem Niveau.
DIe Story hingegen ist nicht wirklich neu. So fühlt man sich als hätte man das ganze schon mal gesehn, wenn auch in anderer Form. So gab es wahrlich schon viele Filme, in welchen Menschen in Arenen oder auf diversen Kampfstellen vor Publikum kämpfen musssten, wenn auch nicht vor Internetusern. Interessanter Weise werden diese Kämpfe aber vor einem Greenscreen ausgetragen, welche dann durch eine virtuelle Aussenwelt aufgepeppt werden. So darf unser Held sich im Wald, auf Baustellen, in Gebäuden oder in Kerkern gegen seine Widersacher erwehren. Kellan Lutz der wohl am meisten Bekanntheit durch die Twillight Filme errungen hat, welche ich ehrlich gesagt nicht gesehen habe, kommt dabei meiner Meinung etwas zu glattgebügelt daher, so das es mir an manchen Stellen recht schwer viel ihm den knallharten Killer abzunehmen welcher er im Laufe des Films wird. Ist er anfangs noch gegen das Töten wird er doch recht schnell zur blutrünstigen Killermaschine welche voller Freude die Köpfe seiner getöteten Opfer in die Luft reckt.
Hier wäre vielleicht ein anderer Actor besser gewesen.
Die Kämpfe selbst sind teilweise recht blutig, wobei der Einsatz von CGI-Blut vorrangig verwendet wird, vor allem da des öfteren auch mal der ein oder andere Blutspritzer in die Kamera geschleudert wird. Qualitativ sind die Kämpfe leider nicht ganz so gut gelungen, da es kaum anständige Martial arts zu sehen gibt. Zudem sind die meisten leider etwas kurz geraten. Neben den immer mal wieder eingeschobenen Kämpfen wird dann auch versucht die Story voranzutreiben, wobei leider diverse Logikfehler auftreten. So ist es doch verwunderlich das es sich Collegestudenten leisten können sich dieses blutige Spektakel anzusehen oder das unser Held einen Kampf gegen einen Fighter, welcher schon sein Leben lang mit Waffen trainiert ohne grosse Mühe für sich entscheiden kann.
Die aufkommende Lovestory ist ebenfalls etwas zweifelhaft.
Gladiatoranleihen sind auch hier zu sehen, da unser Held, vom Underdog, durch seine Siege mit Frauen und besonderer Zuneigung gesegnet wird, was ganz klar als anlehnung an diese alten Barbarischen Zeiten Roms gesehen werden kann.
Bei der Darstellerriege hat man neben dem bereits erwähnten Lutz, noch ein Paar bekannte Gesichter mit an Bord genommen. Allen voran natürlich einen Samuel L. Jackson, bei dem man sich des öfteren Fragen muss... warum?
War der Werte Herr Jackson für viele Jahre eines der coolsten Gesichter auf den Leinwänden, wirkt er hier des öfteren einfach zu überdreht, so das einige seiner Szenen einfach nur lächerlich wirken.
Zum Beispiel wenn er tanzend vor dem Monitor steht während seine " Gladiatoren" um ihr Leben kämpfen. Johny Messner hingegen spielt recht solide, ohne aber irgendwie herauszustechen oder besonders zu glänzen. James Remars Rolle ist recht kurz, so das es nicht soviel zu sagen gibt über ihn und Derek Mears wird mehr oder weniger stark eingeführt aber dann verschwendet.
Als kleinen Lichtblick kann man dann aber noch die Schwedin Katia Winter sehen, welche etwas Haut zeigt und gegen ihre schwache Rolle anspielt.
Fazit:
Arena ist leider nicht mehr als ein im Fahrwasser von Filmen wie Gamer oder Death Race mitschwimmender Film welcher leider nicht darüber hinauskommt. Oft zu unglaubhaft, in den Kämpfen zu kurz geratener Streifen der wohl kaum jemand vom Hocker reissen dürfte.
Leider nur 5 Punkte vielleicht gibts ein Sequel das besser wird...