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Lt. Rick Burns und sein Navy Seals-Elite-Team haben eine heikle Mission: Sie müssen verhindern, dass Geheimdaten der Raketenforschung in den mittleren Osten übermittelt werden. Es kommt zum unerbittlichen Kampf mit einer feindlichen Spezialeinheit, in dem Ricks Partner Lt. John Hart ums Leben kommt. Doch für Rick und sein Team fängt der Ärger erst richtig an. Nachdem CIA-Undercover-Agentin Erin in feindliche Hände fällt, scheint die Lage noch aussichtsloser: Sie hatte den Weg zur vergessenen Stadt Rajkumar gefunden und ein großes militärisches Geheimnis entdeckt. Eine gefährliche Befreiungsaktion beginnt.

Die unheilige Allianz von Regisseur Ingvordsen und B-Action Star Frank Zagarino hat den Zuschauer mit der vierteiligen Airboss Reihe bereits schon eine Menge Lebenszeit gekostet. Strike Zone reiht sich dabei qualitativ in diese ohnehin schon schmale Kerbe nahtlos mit ein und falls jemand der hier oft vorkommende Steinbruch irgendwie bekannt vorkommen sollte, ja in genau diesem wurden auch sehr viele Szenen in Airboss gedreht. Da scheint sich doch ein Kreis zu schließen.
Was zunächst mal wieder kräftig aufstößt ist der wieder mal massive Einsatz von Footage Aufnahmen. Alles in allem kommen da locker über zehn Minuten zusammen, in denen man aus diversen Nachrichtensendungen oder Army-Aufnahmen Schnipsel zusammen trug und dresit so tut, als hätte man den ganzen Kappes selbst produziert. Dafür war sicher keine Kohle vorhanden, denn Strike Zone wirkt von vorne bis hinten einfach nur billig und lieblos. Allein die große Explosion der Raketenleitsystembasis ist ein pure Frechheit am Zuschauer.
Schlecht auch die Charaktere. Nicht nur das sich das hochspezialisierte SEAL-Team anfangs bei der Schießerei in der bulgarischen Pampa (und Sofia erreicht man vom Meer aus auch locker mit einem Schlauchboot, man lernt nie aus) benimmt, wie die Soldaten in den Sturmtruppen Comics, nein auch die alten Hasen sind nicht gescheiter. Da kloppt man sich in einem U-Boot, was an sich ja mal vorkommt, aber nicht dann vorkommen sollte, wenn man auf Schleichfahrt ist und ein feindliches Boot auf Flossenlänge entfernt schippert. Dazu noch diese blöde Dreiecksgeschichte der beiden mit der verkappten Agentin in Shorts, die einfach nur noch überflüssig ist.
Ebenfalls nicht punkten kann die Action, die selten uninteressanter inszeniert wurde. Die Shootouts sind schwach, bestehen aus wildem Geballer ohne das ein Gegner zu sehen ist und von harten Einschüssen kann auch keine Rede sein. FSK 16 ist da sogar schon wieder zu hoch gegriffen, denn klinisch sauberer als hier kann man kaum sterben. Dazu konnte man sich nicht einigen, ob man nun Mündungsfeuer einkopieren sollte oder nicht, mal ja, mal nein, Continuity war aber Ingvordsens Sache noch nie.
Strike Zone kann man sich echt schenken. Ein brauchbarer Shootout und Billy Drago als Fiesling sind nicht gerade viele Punkte, die für diesen Billigstreifen sprechen. Der Rest ist einfach nur hingemurkst, da ist es schon echt schade für den brauchbaren Cast nicht bessere Bedingungen gefunden hat.
2,5/10

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