Nachdem der 4.Teil der „Hellraiser“-Saga bereits die Meinungen spaltete und floppte, standen für den 5.Teil nur geringe Gelder zur Verfügung. So konnte aus „Hellraiser: Inferno“ nur eine mittelmäßige B-Movie-Fortsetzung werden.
Immerhin hat man mit Craig Sheffer („Roadflower“, 1993) in der Hauptrolle einen halbwegs prominenten B-Mimen verpflichtet.
Der spielt einen Cop, der eine Mordserie untersucht, wobei der Killer die Opfer immer auf bestialische Weise verstümmelt. Am Tatort lässt er immer einen abgetrennten Kinderfinger zurück. Am Tatort des 1.Mordes findet Joseph (so Craig Sheffers Rollenname) einen Würfel und er kann es natürlich nicht lassen, den mitgehen zu lassen.
Das Skript des Films wirkt etwas ermüdend, da die Story irgendwann (trotz zahlreicher Wendungen) langweilt und manchmal ziemlich wirr und unlogisch ist.
Das größte Manko des Films ist, dass Pinhead in menschlicher Gestalt auftritt (in wessen Person verrate ich hier nicht) und deshalb nur am Ende in seiner „gewohnten“ Statur zu sehen ist. Außerdem ist das Ende aufs Schlimmste verkorkst und enttäuschend, weil wirr.
Die unglaublich farbintensive (manchmal farbstichige) und düster-atmosphärische Optik des Films überzeugt hingegen und macht das Zuschauen erträglich. Auch Craig Sheffers schauspielerische Leistung ist akzeptabel und ein Spannungsbogen wird ebenfalls aufgebaut.
Was bleibt, ist eine dennoch überflüssige Fortsetzung, in dem man nicht nur Pinhead vermisst, sondern auch die Anwesenheit der Cenobiten allgemein macht sich rar und es mangelt an den krassen Splatterszenen der Vorgänger.
Für Fans der Reihe sicherlich zu empfehlen, aber neue Freunde wird die „Hellraiser“-Saga durch Teil 5 nicht gewinnen. Insgesamt eine solide, aber unnötige B-Movie Fortsetzung einer mittlerweile ausgebluteten Reihe.