Review
von heißter82
Mitte der 90er brach für die beiden 80er Action Superstars Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone schwere Zeiten an. So konnten beide mit ihrem Rollentypus der unaufhaltsamen Kampfmaschine nicht mehr an ihre früheren Erfolge anknüpfen, da sich der Geschmack des Kinopublikum verändert hatte. Während Schwarzenegger sich nach Terminator 3 in die Politik verabschiedete, drehte Stallone weiter Filme, musste aber kleinere Brötchen backen und verschwand zeitweise vollkommen aus dem Kino. So kam Avenging Angelo von Regisseur Martyn Burke auch gar nicht erst ins Kino.
Der Mafiachef Angelo Allieghieri beauftragt Frankie Delano, der ihm stets als Leibwächter gedient hatte, mit dem Schutz seiner Tochter Jennifer Barrett. Jennifer wurde als kleines Kind adoptiert und weiß nichts über ihre Herkunft. Angelo Allieghieri wird vom Killer Bruno ermordet. Anschließend offenbart Frankie der Frau, wer ihr Vater war. Jennifer, die bei den Adoptiveltern Whitney Towers und Peggy Towers aufgewachsen war, will den Tod Allieghieris rächen....
Angesiedelt zwischen Thriller, Romantischer Komödie und Action ist Avenging Angelo sicherlich nicht Stallone bester Film aber auch nicht sein schlechtester. Die Darsteller sind gut und die Action ist zweitrangig fast schon drittrangig, was zu Folge hat das sich Burkes Film auf die eher leisen Töne konzentriert und die Geschichte im Vordergrund steht. Da die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern funktioniert, der Soundtrack von Bill Conti überzeugend rüber kommt unterhält Avenging Angelo ganz manierlich ohne irgendwelche Maßstäbe zu setzen.
Denn natürlich steht außer Frage das das ganze tatsächlich etwas zu entspannt daher kommt, zumal auch die Vorhersehbarkeit der Handlung das ganze nicht besser macht sowie die verschiedenen Einflüsse eher ungeschickt miteinander verbunden sind.
So ergibt das ganze 6 Punkte für einen soliden Stallone, der zugleich den letzten Filmauftritt von Filmlegende Anthony Quinn bedeutete.