Schimanskis Techtelmechtel mit der Frau eines korrupten Staatssekretärs bringt dessen zwielichtige Geschäftsfreunde in Rage. Sie fälschen Beweise und schicken einen falschen Zeugen, wodurch Schimanski als bestechlich erscheint und seinen Job verliert. Auf eigene Faust ermittelt er weiter und entlarvt die Verschwörer mitsamt ihren betrügerischen Geschäften. Schimanski ist rehabilitiert, aber seine Wiedereinstellung lehnt er ab.
Schimmis Abgang ist durchwachsen. Ein vielversprechend witziger Anfang mit Thanners von Schimmi okkupiertem Wohnwagen verliert sich in unstimmigem Hin- und Hergependel zwischen Hommage, Komödie und Krimi. Da tauchen andere Tatortkommissare per Namedropping (Haverkamp) oder Cameo-Auftritt (Palü) auf, die schon obligatorische Motorradgang öttelt ziellos durch das Set, und Schimanski entschwebt per Flugdrachen aus dem Nichts des Plots in das Nichts seiner Fortexistenz. Wie wirr die Handlung gestrickt wurde, beweist Schimmi höchstpersönlich, als er den bisherigen Verlauf der Geschehnisse seinen Kollegen zu seiner Entlastung schildert und daraufhin selbst Thanner glaubt, daß sein alter Kumpel Horst nun endgültig psychotisch geworden ist. Die Doppelbödigkeit dieses Witzes ist den Drehbuchautoren wohl nicht aufgegangen.
Als Abschiedsgeschenk für die HörZu-Leserbrief-Kritiker darf Horst gaaanz laut „SCHEISSE!!!“ über die Duisburger Dächer brüllen.
Mit Maja Maranow, Armin Rohde und der späteren Tatort-Kommissarin Andrea Sawatzki („Charlotte Sänger“).
Nach dieser Folge fiel einem dennoch der Abschied leicht – vielleicht war das ja Zweck der Übung.
Schimanski-Tatort Sonderwertung: 5,5