Ein B-Actionfilm aus Indonesien? Skepsis ist zu Recht angebracht. "Lady Dragon" gehört definitiv zum Bodensatz der ohnehin zumeist schwachen Rothrock-Filme. Spannung sucht man hier ebenso vergebens wie auch nur den Ansatz einer brauchbaren Story. Dreist und dazu noch schlecht aus einschlägig bekannten Genrewerken zusammengeklaut werden selbst B-Fans bei diesem Rache-Mist das nackte Schaudern bekommen.
In Kombination mit dem nicht vorhandenen Schauspiel-Talent Cynthias ist dann auch eher 96 Minuten unfreiwillige Komik angesagt denn packende Dramatik und ergreifende Schicksale. Ich musste jedenfalls mehrfach herzhaft lachen, als Cynthias Sperrholz-Charakter u.a. in Rückblenden etwas in der Art von Gefühlen zu zeigten versuchte.
Ja nicht einmal die Kämpfe können hier überzeugen (nur hier?!). Die Martial Arts-Einlagen zeichnen sich durch gähnende Eintönigkeit aus und bieten im Prinzip nicht eine sehenswert choreographierte oder in irgendeiner Weise innovativ-spektakuläre Szene. Viel zu lang und harmlos zudem der Schlussfight. Nicht viel besser ergeht es den wenigen Schiessereien und den ideenlosen, realitätsfernen Auto-Verfolgungsjagden: Unendlich billig, mies gemacht und einfach nur öde anzusehen. Da David Worth offensichtlich mal wieder nichts zu peinlich war, bekommen wir jeden vermeintlich tollen Stunt gleich noch in mehrfacher Zeitlupe serviert. Einfach nur traurig und ärgerlich: Action zum Abgewöhnen, die keinen Cent Leihgebühr wert ist. Da kann auch ein allenfalls durchschnittlicher Richard Norton nichts mehr retten...