Bei einem Schußwechsel mit Gangstern in der Kneipe eines mit ihm befreundeten italienischen Gastwirts erschießt Schimanski versehentlich seine Freundin. Es stellt sich heraus, daß der an Schutzgelderpressungen beteiligte Wirt die Mafia um zwei Millionen DM betrügen wollte. Auf der Jagd nach dem Geldkoffer stirbt noch der Sohn des Wirts, und Thanner wird bei einem Unfall schwer verletzt. Im dramatischen Showdown gelingt es Schimmi, den Gangstern eine Geisel abzujagen und erstere festzunehmen.
Die Handlung erinnert in ihrer künstlichen Aufgeblasenheit an Saccharin und hinterläßt einen ähnlichen Nachgeschmack. Eine erneute Aneinanderkettung von unglaubwürdigen Verhaltensweisen der handelnden Figuren korrespondiert mit dem vergeblichen Versuch, Schimanski als Leidensmann zu präsentieren, was in der Folge „Freunde" (1985) weitaus gelungener angelegt war. Bösartigerweise könnte man den Verdacht haben, daß hier übriggebliebene Drehbuchschnipsel von „Rechnung ohne Wirt“ verwendet wurden (befreundeter italienischer Gastwirt mit Beteiligung an Schutzgelderpressungen).
Nach Dietmar „Freddy Schenk“ Bär in „Zweierlei Blut“ kommt hier mit Klaus J. „Max Ballauf“ Behrendt ein weiterer Schimmi-Nachfolger zum Tatort-Einsatz (der direkte Schimanski-Nachfolger Martin „Flemming“ Lüttge war übrigens in einer Rolle in „Zahn um Zahn“ zu sehen).
Schimanski-Tatort Sonderwertung: 4,5