Zwischenzeitlich gab es bei den Schimanski-Ausgaben der Serie „Tatort“auch ein paar schwächere Folgen,die vor allem in den 90ern zu finden sind.“Medizinmänner muß leider dazu gezählt werden.
In einem Boot wird die Leiche von Jürgen Bähr gefunden,der eine wichtige Position in einem Pharmakonzern einnahm.Neben der Leiche findet sich sein junger Sohn Thomas,der unter Schock steht und kein Wort sagt.
Die Ermittlungen führen Schimmi,Thanner und Hänschen nach Rotterdam,wo man einem illegalen Medikamententransfer nach Afrika auf die Schliche kommt.
Immerhin ist das bis dato gewohnte Dreiergespann wieder im Einsatz und kann sich spätestens nach der Ankunft in Rotterdam routiniert die Bälle zuschieben.
Thanner wird natürlich gleich auf offener Straße Heroin angeboten,woraufhin dieser sichtlich entrüstet reagiert und von Hänschen erstmal zur Ruhe gebracht werden muß.
Leider sind solch humoristischen Einlagen eher selten zu finden in diesem teilweise recht ereignislosen Tatort,bei dem Täter schon recht früh erkennbar ist.
Der Story fehlen Ecken und Kanten,die mit zu wenig Action und Spannung daherkommt und somit schon fast als Stoff für eine typische „Derrick“-Folge durchgehen könnte.
Den Darstellern kann man keinen Vorwurf machen,sie agieren solide und auch der unter Schock stehende Junge wird glaubwürdig verkörpert.
Insgesamt ein recht ruhiger Schimanski,der zwar die meiste Zeit unterhält,aber nicht gerade mit einer interessanten Story beeindrucken kann.
5 von 10 Punkten