Ein Exilpole (Vadim Glowna) liefert polnische Blutkonserven an die Palästinenser. Libanesische Undercover-Milizen wollen dies verhindern und richten ein Blutbad an. Als es ihnen am Ende gelingt, die Ladung zu zerstören, werden sie von Thanner und Schimanski gestellt.
Ein Tiefpunkt der Schimanski-Tatorte. Unmotiviert werden Szenen aus sinnlosem Aktionismus aneinandergereiht, die Schauspieler agieren laut und führungslos, die Rolle Rolf Zachers erklärt sich nicht wirklich, und nach einer Stunde fragt man sich immer noch fassungslos, wer hier warum gegen wen ballert, brüllt und schwätzt. Das Drehbuch wirkt, als sei es bestenfalls am Set ad hoc entstanden oder erst im Schneideraum zusammengestoppelt worden. Eine wie immer geartete Dramaturgie existiert nicht und jeder Akteur scheint zu tun, was ihm gerade einfällt. George und Feik stolpern besinnungslos durch die Trümmer, ihre Filmcharaktere wie Pappmasken vor sich haltend. Den einzigen roten Faden in der Story stellt die sukzessive Zerstörung von Thanners neuem Wagen dar, und dieser running gag wird auch noch dilettantisch verschenkt. Mit dieser Folge gerät das Ende der Schimanski-Serie in Sicht: die Idee scheint ausgebrannt.
Zeitgeist-Hintergrund: Die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und libanesischen Milizen in Beirut.
Schimanski-Tatort Sonderwertung: 2,5