kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 11.07.2012
Im Vergleich mit Filmen wie "Outbreak" legt Soderbergh "Contagion" dokumentarisch an, beginnt aber im Stil eines Thrillers: Die Kamera zittert, zoomt, fängt vielsagend Hände ein und Gegenstände, die von den Händen berührt wurden, um so die Verbreitung der tödlichen Krankheitserreger darzustellen. Von diesem Kurs wendet Soderbergh sich aber ab, sobald die ersten Opfer gefordert werden. Hier geht er dann auf das Level eines Politikfilms, um die Arbeitsweise verschiedener Institutionen und Interessensgruppen miteinander und gegeneinander zu beleuchten. Beim Ausgang des Films ist aber spätestens zu fragen: Was will "Contagion" sein? Ein moralischer Zeigefinger? Spannungskino? Schwer zu sagen, zumal gerade die vermeintliche Pointe, Tag 1 am Ende des Films zu zeigen, keine ist... souverän gemacht, aber zwischen allen Stühlen.
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