Alle Kurzkommentare


9

Der Pandemie-Thriller von Soderbergh wurde inzwischen von der Realität eingeholt: Das Coronavirus wütet weltweit und entsprechend sind die WTF?-Momente in diesem starken Film zahlreich...der einzige Unterschied: Im Film ist das Virus krasser unterwegs und hat Millionen auf dem Gewissen...

Aber ansonsten kommt einem inzwischen alles bekannt vor: Husten, Viren, Krankenhäuser, Übertragungswege, Masken, Massensterben, Angst, Unfähigkeit, Quarantäne, Fledermäuse, China, Abstand halten, Hände waschen...Hammer...
Dazu starke Darsteller und Bilder die hängenbleiben...Ein paar wenige, aber schnell zu verkraftende Längen gibt’s und ich entscheide mich für 9 von 10 Punkten...
So manche negative Kritik dürfte inzwischen ebenfalls von der Realität eingeholt worden sein...Cheers und gesund bleiben  

5

kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 11.07.2012 Im Vergleich mit Filmen wie "Outbreak" legt Soderbergh "Contagion" dokumentarisch an, beginnt aber im Stil eines Thrillers: Die Kamera zittert, zoomt, fängt vielsagend Hände ein und Gegenstände, die von den Händen berührt wurden, um so die Verbreitung der tödlichen Krankheitserreger darzustellen. Von diesem Kurs wendet Soderbergh sich aber ab, sobald die ersten Opfer gefordert werden. Hier geht er dann auf das Level eines Politikfilms, um die Arbeitsweise verschiedener Institutionen und Interessensgruppen miteinander und gegeneinander zu beleuchten. Beim Ausgang des Films ist aber spätestens zu fragen: Was will "Contagion" sein? Ein moralischer Zeigefinger? Spannungskino? Schwer zu sagen, zumal gerade die vermeintliche Pointe, Tag 1 am Ende des Films zu zeigen, keine ist... souverän gemacht, aber zwischen allen Stühlen. *weitere Informationen: siehe Profil

7

Ja, so könnte das in der Realität aussehen. Realistisch ist wohl auch das Kernziel von Contagion. Keine gezüchtete Spannung, keine deplatzierte Action, fast dokumentarisch. Dafür aber mit einem dicken Batzen von Schauspielstars, allerdings ganz klar ohne Hierarchie und völlig der Story untergeordnet. Interessanter Film, wobei aber sicher der ausbleibende große Aha-Effekt der Nachhal(l)tigkeit ein Bein stellt.

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