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Der wohlhabende Schultheiss (Paul-Albert Krumm) versucht, einen Familienskandal zu verhindern, als seine Frau einen Menschen erschießt. Er läßt die Haushälterin überfahren und gibt die Tote als seine Frau aus, während diese unter der Identität der Angestellten abtaucht. Jahre später klären Thanner und Schimmi den Fall mit Hilfe von Schultheiss’ Tochter Miriam (Sunnyi Melles) auf. Aus der Romanze zwischen Schimanski und Miriam wird jedoch nichts: die zuvor rebellische Tochter schlüpft ratzfatz in eine neue Rolle, kehrt als Familienstatthalterin für den verhafteten Vater ins Elternhaus zurück und läßt Schimmi abblitzen.

Zum erstenmal wird der Typus der stilisierten geheimnisvollen schönen Frau eingeführt, mit der Schimmi ein Techtelmechtel beginnt, nur daß das Dieter-Bohlen-Feeling noch nicht da ist (im Soundtrack „Daydream“ von Tangerine Dream). In diesem frühen Stadium der Serie ein gewöhnungsbedürftiger neuer Tonfall.
Nett aber, daß die privaten Probleme zwischen dem überkorrekten, peniblen Thanner und dem chaoitischen Schimanski (Thanner wohnt bei Schimmi und versucht, diesem Haushaltsführung und gemeinsame Mahlzeiten beizubringen) weiter thematisiert werden – da hätte man eine deutsche Variante von „Ein seltsames Paar“ draus machen können. Das hält dann doch wach.
Schimanski-Tatort Sonderwertung: 5,5

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