Review
von Ruegs
Der Film basiert auf der Autobiografie von Sam Childers „Machine Gun Preacher: Die wahre Geschichte eines Predigers, der bis zum Äußersten geht, um Kinder zu retten."
Nachdem Sam Childers (Gerard Butler) aus dem Gefängnis entlassen wird fällt er umgehend in sein altes Verhaltensmuster zurück. Er schimpft, trinkt, konsumiert Drogen und ist gewalttätig. Seine inzwischen gläubige Frau überredet ihn mit in die Kirche zu kommen und wenig später macht er eine Missionsreise nach Uganda. Von dort aus reist er mit Deng, einem Soldaten der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), weiter in den Norden nach Südsudan. Was er dort im Kriegsgebiet allerdings erlebt, lässt ihn (bis heute) nicht mehr los. Die Gräueltaten welche dort von der Lord's Resistance Army (LRA), insbesondere gegen Kinder, verübt werden, veranlassen ihn sich fortan vor Ort sozial zu engagieren. Dies ist allerdings nur möglich in dem er selbst ebenfalls zur Waffe greift um sein Projekt und seine Schützlinge zu verteidigen. Seine Arbeit im Südsudan verlangt von ihm alles ab, zu Hause gibt er seine Firma auf und entfremdet sich zunehmend von seiner Familie. - Im Abspann sieht man dann Bilder vom richtigen Sam Childers und erhält die Info, dass er sich noch heute vor Ort engagiert.
Sam Childers ist zweifellos eine interessante Person und seine Arbeit verdient Beachtung. Die Inszenierung im Film konnte mich aber nur mässig überzeugen. Die Wandlung zu Beginn wird viel zu schnell und unglaubwürdig abgehandelt. Dass er ein Mitglied einer Outlaw Motorcycle Gang war geht komplett unter. Ebenfalls spürt man seine Emotionen in Bezug zur Kirche oder der Arbeit im Südsudan viel zu wenig. Hier wären Gefühle wie Leidenschaft, Motivation, Faszination, Trauer, etc. interessant gewesen und die kann der Film leider nicht vermitteln. Ich mag Gerard Butler als Schauspieler aber ev. hätte sich hier ein anderer Schauspieler besser entfalten können.
Note: 5,5 / 10