Ich hatte ja meine Zweifel, weil ich ein emotionsgeladenes Heroen-Epos erwartet hatte. Aber ich wurde positiv überrascht. Gerade die träge und emotionslose Herangehensweise (um mal cinema zu zitieren) war genau die richtige. Denn die Bilder von den Greueltaten und den Geschichten der Kinder bewegen doch schon genug. Auch die Hauptfigur wird nicht zum Helden stilisiert, sondern man zeigt seine ganze Art: seine schlechten Seiten und sein immerwährenden Kampf mit seinen inneren Dämonen. Gut gespielt und auch gut die Regie. Man lässt die Bilder und die Figuren für sich sprechen. Herausgekommen ist kein Hollywood-Glanzprojekt, sondern ein ehrlicher Film über ein verdammt trauriges Thema, das auch ohne Emotionsoverkill tief zu bewegen weiss.