Mit "The Base 2" hat Regisseur Mark L. Lester (Phantom Kommando) einen soliden Action- und Army-Thriller abgedreht, der so seine Schwächen und Stärken hat.
Der militärische Spezialagent Hawks (Antonio Sabato, Jr.) bekommt vom Pentagon einen neuen geheimen Auftrag: zwei Dutzend Soldaten sind auf mysteriöse Weise spurlos verschwunden und der Präsident der Vereinigten Staaten will Antworten. Unter Verdacht steht der hochdekorierte Colonel Strauss (James Remar), Anführer einer Eliteeinheit. Um den Fall aufzudecken, muß Hawks sich Undercover in die Elitetruppe einschleusen – eine nicht einfache Aufgabe, gilt Col. Strauss' Truppe doch als die beste. Am Stützpunkt der Einheit angekommen, kann Hawks sich schnell in die Mannschaft integrieren - und macht eine erschreckende Entdeckung: Colonel Strauss hat mit den besten seiner Leute, Goose (Duane Davis), Davis (Yuji Okumoto), Willetts (Elijha Mahar) und der Sprengstoffexpertin Lee (Melissa Lewis) ein geheimes Triumvirat gegründet. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Soldaten, die ihrer Meinung nach vom Militärgericht ungerechtfertigterweise freigesprochen wurden, zu verurteilen - zum Tode! Im Wald ausgesetzt, haben die Verurteilten zwei Minuten Zeit, sich einen Vorsprung zu verschaffen, um dann wie Wild gejagt zu werden. Entkommen konnte bisher allerdings noch keiner. Als ein alter Kamerad von Hawks von Colonel Strauss verurteilt wird, muß Hawks sich entscheiden: das Leben eines Freundes retten oder das tödliche Spiel mitspielen...
Weshalb Mark Dacascos hier nicht mehr die Hauptrolle verkörpert, bleibt wohl das Geheimniss von Mark L. Lester. Denn Antonio Sabato, Jr. (The Big Hit) erweckt wenig Symapthien und scheint ständig nur zwischen zwei Gesichtsausdrücken wechseln zu können. Zwar haben gestandene Action-Mimen wie Dolph Lundgren oder Steven Seagal mimisch auch nicht mehr drauf, doch hier ist das einfach zu wenig. James Remar (Blade: Trinity) geht als brutaler Oberschurke in Ordnung und auch der Rest seiner Einheit mit Duane Davis (Alarmstufe: Rot), Yuji Okumoto (Karate Kid 2) sowie der weibliche Love Interest Melissa Lewis schlagen sich recht passabel.
Schon der Beginn macht von der übertriebenen Art der hier präsentierten Action Laune, wenngleich man im B-Movie-Sektor schon weitaus besseres bewundern durfte. Auch die Treibjagten mit ihren Shoot-Outs und Nahkämpfen können sich optisch sehen lassen. Langweilig wird es in den Action-Sequenzen nie, da Protagonisten hier schön blutig durchlöchert, durchbohrt oder auch mal gleich komplett in Fetzen gesprengt werden. Doch nicht nur aufgrund der Action hat "The Base 2" einen recht hohen Härtegrad, da zudem noch "Universal Soldier"-like den getöteten Verurteilten die Ohren abgeschnitten werden und auch mal der Kopf eines ungehorsamen Teammitglieds im Plastikbeutel landet. Inhaltlich erzählt der Film zwar keine Weltneuheit, doch wurde die Story recht zügig und spannend zugleich verpackt. Somit bieten die Treibjagten mal ein bisschen Abwechslung im B-Movie-Bereich. Ansonsten hat Lester den Streifen noch mit ein paar netten Trainingsszenen und etwas belanglosem Gequatsche gefüllt. Sogar eine mäßige Erotik-Sequenz hat der Mann noch einbauen können, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Die mit eingewobene Love-Story zwischen Hawks und Lee scheint anfangs noch von großer Bedeutung für den Streifen zu sein, enttäuscht dann aber im Finale, wo Lee genauso hinter Hawks her ballert wie der Rest der Truppe, um ihm dann nach leichten Gewissensbissen die Flucht zu ermöglichen. Natürlich lässt der gute Colonel Strauss ein solches Verhalten nicht ungestraft, weshalb die Love-Story für Lee mit eine gehörigen Bleifüllung abrupt endet. Was die Musikuntermalung angeht kann man sich zufrieden geben und die Locations wurden auch recht gut gewählt, wobei hier natürlich die üblichen Happy-Army-Motive einer jeden guten US-Kaserne nicht fehlen dürfen.
Alles in allem durchschnittliche Actionkost für Zwischendurch. Und trotz der guten Actioneinlagen kein Vergleich zu Militär-Thrillern wie "Basic" und "Wehrlos".