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Am 21. Dezember 2012 endet der Maya-Kalender und prophezeit das Ende der menschlichen Zivilisation. Grund genug für mich, mich noch dieses Jahr mit diesem Thema auseinanderzusetzen und die Entscheidung fiel auf "Die Prophezeiung der Maya". In Zeiten, in denen das Wetter keine drei Tage vorausgesagt werden kann, oder es einen Menschen gibt, der mir die nächsten Sechs Richtigen im Lotto verraten kann, muss ich trotzdem zugeben, dass schon eine gewisse Faszination des Maya-Kalenders ausgeht. Auch wenn ein Agnostiker wie ich darüber nur müde lächeln kann.

Okay, das Cover gibt ja schon mal viel her, aber nach den ersten Minuten herrscht auf meiner Couch schon die erste Weltuntergangsstimmung. Nüchtern muss ich feststellen, dass es sich bei diesem Streifen um eine TV-Produktion handelt - und man dies auch in jeder Pore sieht. Eine unglaublich bescheuerte Story (die übrigens fast überhaupt nichts mit dem Maya-Thema zu tun hat), flache Charaktere und verdammt schlechte CGI-Effekte, dass mir das Lachen im Hals stecken bleibt.

Gigantische Erdbeben verschlucken das Schwarze Meer und danach liegt das Schicksal der Menschheit in den Händen von dem Literaturagenten Eric Fox (A. J. Buckley) und der Geologin Brooke (Jewel Staite), die dem  geheimnisvollen, alten Opa Rupert Crane einen Besuch abstatten, weil der ein magisches Stück Holz hat, mit dem er in die Zukunft sehen und somit natürlich die Menschheit retten kann. Nur blöd, dass dieser tot im Sessel sitzt und  gleichzeitig Agenten vom Geheimdienst auftauchen, die die Wünschelrute auch haben wollen.

"Die Prophezeiung der Maya" ist also in erster Linie ein mystisch angehauchtes Katz- und Mausspiel, in dem nebenbei die Welt gerettet werden muss. Von der Zerstörung der Welt bekommt man nicht viel mit, außer dass der Erdboden aufreißt und der Boden in den Abgrund stürzt. Alle anderen Katastrophen, dass ganze Länder verschlungen worden sind, werden zwar in den Nachrichten angerissen, allerdings ohne Bilder für den Zuschauer, so dass dies für das Kopfkino übrig bleibt.

"Die Prophezeiung der Maya" fühlt sich wie ein gestreckte Folge Navy CSI aufgepusht mit miesen Special Effects an, und das soll nicht mal negativ gemeint sein. Denn zumindest ich kann wunderbar bei so etwas einschlafen. Bis auf die Effekte und die bescheuerte Story handwerklich flott erzählt, aber für mehr wie drei Punkte reicht mir das nicht. Selbst wenn am 21. Dezember 2012 die Welt untergehen sollte, kann man sich diesen Film sparen und sich bis dahin unterhaltsame Produkte anschauen.

3/10

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