Wie bringt man ein wenig Stimmung in ein gemütlich-verschlafenes Hotel? Ganz einfach: Man engagiert einen Unterhaltungschef. Wenn der Jamie Foxx heißt, dann tobt plötzlich das Leben - auf der Bühne des hoteleigenen Nachtclubs ebenso wie in der Lobby.
Wenn man heute den Weltstar Jamie Foxx im Kino sieht, vermag man kaum glauben das er zu Beginn seiner Karriere so etwas wie eine eigene Comedy Show hatte. Hier darf er noch nach Herzenslust der Alberkopf heraushängen und Witze am laufenden Meter reißen. Er beweist aber nicht nur Comedy-Talente, sondern singt auch hervorragend und spielt sogar Klavier. Damit will er es in LA zum Superstar bringen, muß aber zunächst mal den Hotelknecht im Kings Tower machen, das von seiner Tante und Onkel Junior betrieben wird.
Der Hotelboy, oder im amerikanischen Original "die Jamie Foxx Show" erinnert dabei stark an den Fresh Prince von Bel Air mit Will Smith. Ein junger Mann kommt an fremden Ort zu Verwandten, ist lustig bringt dort alles durcheinander und hat einen etwas nervigen Sidekick. Auch die Grimassen der beiden sehen sogar manchmal ähnlich aus. Die Show hat dabei teilweise sehr gute Jokes, aber auch den Nachteil das außer Foxx nicht so viel los ist. Seine Streitereien mit dem arroganten Kollegen und seine Verknalltheit in die Rezeptionistin wirken oft eher hemmend.
Immerhin hat man es geschafft alle Hauptdarsteller über 5 Staffeln und 100 Folgen an Bord zu behalten, wobei allerdings die letzte Staffel in Deutschland gar nicht mehr ausgestrahlt wurde. Insgesamt recht spaßig aber mit schwankender Qualität, da ist mir der Fresh Prince insgesamt lieber.
6/10