Alan und Max sind gerade von einem Navy-Einsatz aus Russland zurückgekehrt und sollen sich nun auf einer Kreuzfahrt nach Hawaii ein wenig „entspannen“. Aber es kommt alles anders als geplant: Auf dem Schiff ist auch die Ministertochter Sabrina Masters gegen deren Familie es in letzter Zeit vermehrt Drohungen gab. Während eines Banketts soll dann auch ein Attentat auf Sabrina verübt werden, doch die unterseeische Explosion einer verlorenen Atombombe macht den Terroristen einen Strich durch die Rechung. Die Kommunikation zur Außenwelt reißt ab. Eine durch die Explosion ausgelöste Monsterwelle rast über die offene See und nimmt alles mit, auch das Schiff. Die wenigen Überlebenden kämpfen nun nicht nur gegen die Attentäter sondern auch die eindringenden Wassermassen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Ich frage mich wirklich langsam ob es von Phoenician Entertainment irgendwann mal einen guten Film zu sehen gibt. Oder wenigstens einen durchschnittlichen. Hier darf man allerdings solche Hoffnungen gleich in den Wind schießen, eigentlich schon sobald das Pseudonym Noble Henry als Producer getitelt wird, verbirgt sich dahinter doch niemand anders als Billigheimer Jim Wynorski und so ordnet sich auch Intrepid in die Reihe seiner Filme ein, die hauptsächlich aus einem Sammelsurium diverser Archivaufnahmen und Oh Graus CGI besteht.
Die Story ist dabei gewohnt altbekannt, Terroristen kapern Luxusliner gabs vorher schon und auch das eingeschlossen sein unter der Wasserlinie wurde von der Poseidon schon vorexerziert. Wie es zu einer solchen Situation eigentlich kommen konnte ist allerdings rätselhaft, gut ein Ami Jet, der mal eben eine scharfe Atombombe unterm Hintern hatte schmiert ab, es macht Bumm und Monsterwelle kippt den Kahn dann kopfüber. Das wirft aber doch einige Fragen auf, seit wann verursacht eine A-Bomb einen EMP Imouls? War das wirklich der kongeniale Masterplan des Superterroristen Ghost? Wie bescheuert ist die Navy seine Flugzeuge mit scharfen Nuklearmaterial durch die Gegend fliegen zu lassen (oder wars gar die Rückführung der in der gar nicht mal so schlechten Startsequenz eingesackten Beute)? Wie schaffen es die bösen Jungs mit einer Baumarkt Elektronik Ausrüstung den Jet abstürzen zu lassen? Das sind alles Fragen, die wohl auch dem Drehbuchautor nicht weiter am Herzen lag, es ist halt so.
Aber egal, zurück zur Intrepid (die Jungs von Asylum hätten den Film wenigstens gleich Poseidon II genannt). Nachdem wir den Haufen überflüssiger und nerviger Passagiere vorgestellt bekommen haben, denen der Zuschauer wohl in der Folgezeit die Daumen drücken soll, zieht sich die ganze Handlung erstmal durch reihenweise grobmotoriger Dialoge wie ein Kaugummi an der Sohle. Der Kapitän sorgt dabei zeitweise für ein wenig Auflockerung, aber auch nur weil er die Synchronstimme von Homer Simpson bekommen hat und auch Costas Mandylor darf sich als unlustiger Running Gag aufführen, indem er jedesmal zum stammelnden Idioten wird, sobald er mit einer attraktiven Dame verkehren darf (also, verbal verkehren, natürlich).
Nachdem der Kahn dann kieloben schwimmt, nimmt der Streifen dann wenigstens ein wenig Fahrt auf, indem er die verbleibenden Passagiere durch immer die gleichen Gänge stolpern läßt (klarer Fall von Outland Syndrom), hin und wieder einen der unwichtigeren Charaktere zur Wasserleiche macht und mal eben einen Hai durchs hüfthohe Wasser zirkulieren läßt. Stets ist dem Film dabei natürlich das begrenzt vorhandene Budget anzumerken, aber die Macher geben sich wenigstens ein wenig Mühe die ganze Chose einigermaßen spannend durchzuziehen, auch wenn das nicht wirklich immer gelingt.
Die Darsteller sind wie gewohnt auch nicht wirklich gut. James Coburn sei da in seiner Altersrolle mal ausgenommen, wirklich gut sieht er hier nicht mehr aus und verstarb auch drei Jahre später. Costas Mandylor bringt zwar ein wenig Sympathie rüber, im Gegensatz zu seinem nervigen Sidekick, aber brillieren sieht auch anders aus, Finola Hughes darf hübsch aussehen und der Rest der Truppe, naja der ist mit dabei, mehr muß man nicht sagen.
Bleibt insgesamt eine Menge Leerlauf und der dümmste Attentatsplan aller Zeiten in einem Film der kaum wirkliche Höhepunkte hat. Ganz schlecht ist jetzt nicht, aber es fehlt ganz einfach an eigenen Ideen, da bleib ich doch lieber bei der Poseidon selbst.
3/10