Vier junge Männer machen eine Wildwassertour mit ihrem Kanu und lernen zwei attraktive Schwestern kennen. Abends wird am Strand die neue Freundschaft mit ordentlich Alkohol besiegelt. Am nachfolgenden Morgen ist eine der Schwestern plötzlich spurlos verschwunden. Wie ging der Abend zu Ende?
Der Film beginnt als recht erwartungsvoller Outback-Thriller in der Naturkulisse Schwedens. Das Blatt wendet sich jedoch, und schnell hat man es mit einem TV-Krimi auf europäischem Niveau zu tun. Die hierfür typischen Komponenten, wie zum Beispiel eine ermittelnde Kommissarin, werden hinzugefügt.
Der Spannungsbogen wird nicht übermäßig gespannt. Zudem ist das Ganze so gut wie blutlleer und gewaltfrei. Und so folgt man bis zum Ende hin dem Rätselraten, was am fraglichen Abend wirklich passiert ist und wer für das Verschwinden der Frau verantwortlich ist.
Die Darsteller wirken sympathisch und agieren etwas über Tatort-Niveau. Einen in der Fernsehzeitschrift angekündigten Psychothriller bekommt man jedoch nicht zu sehen.
Im ZDF HD konnte ich den Film zudem nur als Mäusekino mit dicken schwarzen Balken oben, unten, links und rechts sehen. Dem ZDF lag anscheinend nur eine 4:3-Version vor. Das minderte meinen Filmgenuss noch ein wenig.
Fazit: Wer einen Thriller oder gar Survival-Horror erwartet, dem wird mit diesem Film nicht genüge getan. Wer mal wieder bei einem nordischen Krimi mitraten will, der kann einen Blick riskieren.