Review

Regisseur John Murlowski, mir bis dato eigenltich kein Begriff, lieferte mit "Automatic" einen durch die Bank überzeugenden B-Actioner im SF-Mantel ab, der durch eine flotte und auch teilweise durch das Tempo bedingt spannende Story, hübsche Actionszenen und passable Darsteller punkten kann. Besonders gefallen hat mir an "Automatic" die düstere, sehr stimmige Optik - und damit auch die Kulisse des Konzernkomplexes - sowie die handwerklich gelungene Action. Einzig ein wenig detaillierter, beispielsweise in Form von Zeitlupen hätte Selbige teilweise ausfallen dürfen. Manchmal verliert man nämlich schon ein wenig den Überblick, wenn in zudem dunklen Szenen sehr rasant geschnitten wird; Unterm Strich aber wirklich sehenswerte Arbeit!
Kommen wir zu den Darstellern: Kickbox-Champ Oliver Gruner ist sicherlich kein Charaktermime aber wer ihn aus anderen Filmen kennt, weiss was ihn erwartet :) Zu Gute kommt ihm in jedem Fall der "glückliche Zufall" einen ohnehin steif agierenden und kaum Emotionen zeigenden Androiden spielen zu können. Eher unauffällig hingegen Gruners weibliche Begleitung, die sich letzten Endes ebenfalls hinter einem storyseitigen Alibi verstecken kann
John Glover und Jeff Kober gefielen mir in den Rollen der Fieslinge wiederum sehr gut. Eine passend getroffene Wahl!

Actionseitig bietet der Film hauptsächlich eher unblutige Shootouts und kurze Martial Arts-Einlagen. Zeit für ausufernde Kämpfe bleibt fast nie, meist werden die Situationen äußerst effizient durch J269 (Oliver Gruner) erledigt. Freunde von Explosionen werden dennoch nicht enttäuscht: Zwar nicht wirklich spektakuläres Gezündel aber für B-Niveau durchaus noch ansprechend genug.
Mit einer angenehmen Lauflänge von 85 Minuten und einer beinahe längenfreien Dauerhatz ist "Automatic" ein kleines Highlight des Genres - selbst in der gekürzten Fassung noch gut konsumierbar.

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