Die Mitglieder der Mystery Inc. übernehmen, nachdem sie sich getrennt hatten einen Fall in dem Vergnügungspark Spooky Island, dessen Besitzer, gespielt von Rowan Atkinson, den Eindruck hat, dass die sonst sehr aufgeweckten und lebhaften Besucher seines Parks vor der Heimreise apathisch und leblos wirken und dem Geheimnis auf die Spur kommen will. Schnell kommen sie dem Geheimnis des Parks auf die schliche, rücken dabei aber selbst ins Fadenkreuz der Täter.
Schon wieder ein eigentlich ganz gut gemeinter Blockbuster, der trotz, oder gerade wegen seiner pompösen Umsetzung scheitert und trotz der originellen Grundidee nicht über ein solides Unterhaltungsniveau hinauskommt. "Scooby Doo" und seine Truppe haben mit ihrer Serie schon ganze Generationen unterhalten und so war es nur eine Frage der Zeit, bis irgendein spitzfindiger Produzent einmal auf die Idee kommen würde, die Geisterjäger auf die große Leinwand zu bringen, vernachlässigt dabei aber alles da, was die Serie zum einmaligen Kult machte.
Der Witz der Vorlage fehlt leider und das primitive Verhalten von Scooby-Doo und seinem Herrchen reicht höchstens für ein paar Momente zum Schmunzeln. Ansonsten sind es vor allem die typischen Blockbuster-Mittel, die Regisseur Raja Gosnell, in hohem Maße verwendet, die den Film abkippen lassen. Gosnell setzt zu sehr auf äußere Opulenz, aber auch der hohe Schauwert, die bonbonbunte Kulisse, die annehmbaren und zahlreichen Spezial-Effekte und die Musik von David Newman, können nicht verhindern, dass der Film wegen seiner Handlungsdefizite und dieser deutlichen Wertlegung auf Oberflächlichkeiten den Charme der Vorlage nicht erreicht. Bei dem hohen Schauwert und dem hohen Erzähltempo, das Gosnell vorlegt, kann "Scooby-Doo" zwar über die volle Laufzeit ordentlich unterhalten und ist fürs einmalige Anschauen durchaus zu empfehlen, es wäre aber mehr drin gewesen, zumal Gosnell in seiner Zeit als Cutter, in der er unter Anderem an Erfolgskomödien wie "Mrs. Doubtfire" und "Kevin allein zu Haus" arbeitete, die nötige Erfahrung hätte sammeln sollen, um mehr aus der Idee und dem Budget zu machen.
Die Story ist leider ebenfalls schwach und ist einfach zu abgehoben und bei den Haaren herbeigezogen, sodass der Film keine Spannung aufbauen kann, obwohl der er unvorhersehbar ist. Die Charakterkonstruktion ist absolut lächerlich und selbst für einen Kinderfilm sind die Charaktere leider viel zu eindimensional dargestellt und werden von Anfang an in feste Rollen gepresst, aus denen sie nicht mehr herauskommen, wobei natürlich auch das Potential der soliden Darsteller nicht ausgeschöpft wird.
Freddie Prinze jr. und Linda Cadellini spielen ihre Rollen solide, aber unauffällig und Sarah Michelle Gellar, von der man eigentlich besseres gewohnt ist, steckt in der potentiallosesten Rolle, in der sie sich überhaupt nicht beweisen kann. Matthew Lillard macht sich als ängstlicher und liebenswerter Trottel ganz gut liefert zusammen mit seinem, ordentlich animierten Hund, die meisten Lacher, wobei Scooby-Doo den Darstellern des Öfteren die Show stiehlt. Darüber hinaus ist es sehr ärgerlich, dass Rowan Atkinson, der sonst eigentlich immer für ein paar wirklich lustige Slapstick-Einlagen zu gebrauchen ist, so konsequent verheizt wird, dass er keinen einzigen Lacher erzeugt.
Fazit:
Die Story ist flach und kurzweilig, die Darsteller sind solide und können in ihren eindimensionalen Figuren ihr Potential nicht unter Beweis stellen und zu allem Überfluss fehlt in diesem Film der Charme der Serie. So unterhält "Scooby-Doo" zwar solide, bleibt aber unter seinen Möglichkeiten.
52%