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Im Hip-Hop-Slang heißt "Juice" soviel wie Gerede, Gerücht, aber auch Einfluss, Respekt.
In Bezug auf JUICE von Regisseur Ernest R. Dickerson (RITTER DER DÄMONEN, BONES mit Snoop Dogg, SURVIVING THE GAME mit Ice-T) passen beide Bedeutungen.
Die Story: Q (Omar Epps), Bishop (2Pac), Raheem und Steel sind schwarze Jugendliche in Harlem, New York und beste Freunde. Sie vertreiben sich die Zeit mit abhängen und Scheiße labern. Q, noch der smarteste der Clique, steuert einem DJ-Kontest entgegen. Hitzkopf Bishop, dem zusehends die Sicherungen durchdrehen, denkt derweil nur an das schnelle Geld und plant einen Schnapsladenüberfall. Als er die Jungs überreden kann mitzumachen, geht alles schief, es fallen Schüsse und Bishop erschießt im Streit Raheem. Das Ende der Freundschaftsbande bedeutet den Anfang von Bishops Terrorherrschaft im Viertel...

Hoodies, Baggies, die seltsamen Rasierfrisuren... auch die 90er hatten einige lässige Blaxploitation-Streifen zu bieten voller Lifestyle und Attitude. Beispiele hierfür: BOYZ N THE HOOD, MENACE 2 SOCIETY, DEAD PRESIDENTS, CLOCKERS und FRESH. JUICE - CITY-WAR wirkt da etwas abgeschlagen, punktet aber vor allem mit seinem überzeugenden Darstellergespann, allen voran Omar Epps (DR. HOUSE) und Tupac Shakur, der einen einfach wahnsinnig bedrohlichen Gangster abgibt. Klar erfüllt auch JUICE diverse Ghetto-Klischees (wie Malcolm-X-Poster im Teenagerzimmer) und gewährt Einblicke in den damaligen Jugendkult. In Nebenrollen zu finden Queen Latifah und Samuel L. Jackson. Den Soundtrack liefern Rap- und Soul-Größen wie Naughty By Nature, Salt'N'Peppa, Big Daddy Kane und Cypress Hill.

"Here Is Something You Can't Understand: How I Can Just Kill A Man."
(Cypress Hill)

Fazit:
Fresh!

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