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Das Drama über den 15-järigen Donald der unheilbar an Leukämie erkrankt ist, erzählt von seinen letzten Tagen und wie er diese verbringt und erlebt. Als Comicfan und genervt von seinen Eltern erschafft er sich seine eigene Welt mit dem Superheld Miraculousman in der Hauptrolle. Kann er sich mit seinen Eltern vertragen und sich sogar noch mal verlieben….? AM ENDE EINES VIEL ZU KURZEN TAGES (im Folgenden kurz AM ENDE genannt) beantwortet diese Fragen auf seine charmante und jederzeit liebevolle Art.

AM ENDE basiert auf dem 2006er Roman "Superhero" und berührt die Zuschauer nicht nur durch das Schicksal von Donald, sondern vor allem wie dies dargeboten wird. Die Integration der Comicfiguren ist jederzeit gelungen und wirkt wie eine willkommene Auflockerung des eigentlich schwierigen Themas. Jeder der abseits von großem Popcornkino ein kleines Filmjuwel im Ozean sucht, wird die gute Mischung aus Drama und leichter Komödie mit den Themen "Angst vorm Sterben", "Aufbegehren", "Lust am Leben" und "Erwachsenenwerden" mögen.

Die Schauspieler überzeugen, allen voran Thomas Brodie-Sangster als Donald sowie Andy Serkis (u.a. als Performance Capture Star für Gollum bekannt) überzeugen in ihren jeweiligen Rollen. Ohne viel Klischees und Tränendrüsen entfaltet sich die Geschichte langsam und behutsam, wen auch etwas vorhersehbar. Im gewissen Sinne erinnert AM ENDE ein wenig an den auch aktuellen NOW IS GOOD, in dem ein Mädchen im ähnlichen Alter an der gleichen Krankheit leidet und auch überlegt, wie sie ihre letzten Monate verbringt.

Auch wenn das Drehbuch von AM ENDE nicht völlig überzeugt und das letzte Stück Herzblut fehlt, verbindet AM ENDE jedoch trotzdem den Bereich Drama, Komödie, Familien- und Jugenddrama ganz gut und der sanfte Soundtrack bildet eine hervorragende Einheit zu den schauspielerischen Leistungen. Deswegen kann ich ihn für Freunde von kleinen aber feinen Indie-Dramedies durchaus empfehlen.

6/10 Punkten

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