Wenig tiefgründiges, geradezu belanglos grausames Christenverfolgungs-Folterszenario, zu dem man sich sichtlich von seinen "Tokugawa"-Vorgängern inspirieren ließ, jedoch noch ein ganzes Stück weiter in die Gewaltfantasie-Trickkiste griff, die Grenzen des Möglichen deutlich erweiterte, welches sich tatsächlich fast ausschließlich auf eben jene beschränkt, bevorzugt junger Damen (was auch sonst?), aber auch vor dem anderen Geschlecht und kleiner Kinder nicht Halt macht. Damit kann er eindeutig weniger Substanz vorweisen als beispielsweise ein schwer unterhaltsamer und vor Innovation nur so strotzender "A Chinese Torture Chamber Story" oder schockierend-authentische Sicko-Kollegen wie "Men Behind The Sun", der sich eher auf der Wellenlänge eines idiotischen "Bloodsucking Freaks" bewegt, deren fragwürdige Intention somit klar in Frage gestellt werden kann.
Die gerade für sein Alter äußerst derben Folterungen und Vergewaltigungen und herausragenden Effekte, wie eine schon im Vorläufer vorgekommene, hier jedoch noch um einiges brutaler gestaltete Vierteilung, zeichnen diese wesentlich krankere japanische "Hexen bis aufs Blut gequält"-Variante aus, machen zumindest inhaltliche Mängel weitestgehend wieder wett und sind ein wahres Fest für jeden eingefleischten Fiktiv-Sadisten. In der Tat kann man "Oxen Split Torturing" wohl zweifelsohne zu einem der derbsten Streifen aller Zeiten zählen. Hier stellt sich die Frage unnötig brutal oder gerade aufgrund dessen ausgezeichnete Wahl?
Im Gegensatz zu einigen neueren, billig produzierten Terrorfilmchen wie "Scrapbook" oder "Scar", die ihren Reiz größtenteils aus kompromisslosem Psychoterror beziehen, reduziert "Oxen Split Torturing" sich einzig allein auf derbste grafische Gewalt. Seine Schockwirkung ist damit von anderer Qualität. Er versucht nicht einmal sich mit dieser oder Pornografie als Kunstform zu schmücken, setzt hier jedoch eindeutige Akzente.
"Oxen Split Torturing" - mal ganz ehrlich, wer braucht bei sowas noch "Guinea Pig" oder so?