Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 15.07.2012

Scott Spiegel versucht sich in ein paar Variationen gegenüber den Roth-Schlachtplatten. Etwa der Tatsache, dass die reichen Säcke inzwischen nicht mal mehr selbst Hand anlegen, sondern gemäß der Las-Vegas-Location der voyeuristische Aspekt im Vordergrund steht. Nur leider gewinnt er damit nicht etwa zusätzlichen Zündstoff, sondern verliert im Gegenteil viel von der dichten Schmuddelatmosphäre, die sich in den intimen Kellern von "Hostel 1" und "Hostel 2" aufgebaut hatte. Die öffentlichen Hinrichtungen von "Hostel 3" dagegen sind nur noch grelles, oberflächliches Schaulaufen, aufgebauscht mit mühsamen Storytwists. Noch dazu ist das Geschnetzel ziemlich blutleer - und das ist kein Film von der Sorte, wo man sagen kann: Der hat das Blut nicht nötig. Vegas selbst wird als Kulisse kaum ausgenutzt, zumal die paar Lichterketten aussehen wie nachträglich angehangen. Sony versaut den letzten Rest dann auch noch mit einer ziemlich miesen Blu Ray ohne Schärfe und mit schalen Farben - wie sollen denn da die gellenden Kontraste entstehen, die in der Idee versteckt sind, den Jagdclub in die Spielerstadt zu verlegen?

*weitere Informationen: siehe Profil

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