Review

Histrorienschinken in der Machart von 2-teiligen Sonntag Abend TV-Romanen.

De Sade wird hier -aus komerziellen Erwägungen oder warum auch immer- als sexuell freizügiger, philosophischer Casanova dargestellt und entspricht damit dem klischeehaften Bild de Sades als SM Vorreiter, der Opfer seiner Zeit wurde.

Die abgrundtief wiederlichen Perversitäten die de Sade in seinen Texten (?) tatsächlich auslebte (u.a. Anal-Vergewaltigung von Kindern, Töten von Kindern vor den Augen ihrer Mütter, Scheisse fressen....) und die man guten Gewissens als Wahnsinnig bezeichnen kann, werden hier ausgeblendet und das krasseste ist wenn de Sade mal jemanden auffordert das Wort "Fotze" zu sagen.

So mit geht der Film ziemlich am Thema vorbei und romantisiert die Person eher.

Freunde von Kostümfilmen können mal nen Blick riskieren, wer sich mit de Sade auseinandersetzen wil sollte eine Bibliothek besuchen oder Pasolinis "Salo" gucken, in dem zwar de Sade nicht vorkommt und der auch keine richtige Verfilmung des gleichnamigen Textes darstellt aber in Sachen übelkeiterregenden Perversitäten dem Thema am nächsten kommt.

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