Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 02.03.2014

Das um Raffinesse bemühte Drehbuch lässt die assoziativ bewusst an frühe Cravens und Carpenters angelehnte Slasherproduktion von Anfang an scheitern: Auch wenn später noch so manche (nicht allzu originelle) Wendung aufgefahren wird, letztlich wird die Wurzel des Bösen von Beginn an viel zu sehr begossen, so dass man sich gar nicht mehr gruseln mag, wenn mal wieder eine Attacke ansteht. Die Charakterisierung des Einzelgängers, ebenso wie die des Mädels mit Herz für Außenseiter, ist längst nur noch Klischee; das Anschneiden der Musikleidenschaft der Hauptfigur hat auch kaum Sinnvolles zum Kontext beizutragen. Man wird also mit dunklen Wäldern und gläsernen Häusern darin zugeschmissen in der Hoffnung, dass die Angst, beobachtet werden zu können, ohne selbst zu beobachten, bedient wird und betrachtet all das bedingt durch die Drehs im Plot in wechselndem Licht – aber am Ende hat man doch nur das schmutzige Setting vor Augen, das durch die Hochglanzproduktion reingewaschen wurde. Ein leidlich originelles Genre-Vehikel für einen aufstrebenden Kinostar letztlich, der irgendwann nur noch dazu dient, zu zeigen, welch abwechslungsreiches Portfolio Jennifer Lawrence am Anfang ihrer Karriere hatte.

*weitere Informationen: siehe Profil

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